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    Reisepass der Volksrepublik Donezk mit eingelegten Rubelscheinen

    Russischer Rubel wichtigste Währung in Volksrepublik Donezk – Wirtschaftsministerium

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    Wirtschaft
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    90 Prozent aller Transaktionen in der selbsterklärten Volksrepublik Donezk werden in russischen Rubeln getätigt, wie RIA Novosti aus dem Pressedienst des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung der „Volksrepublik“ erfuhr.

    „Am größten ist der Bestand an russischen Rubeln, der 90 Prozent ausmacht. Der Bestand an ukrainischer Griwna beträgt nur fünf bis sieben Prozent. Angesichts der Wirtschaftsblockade von der ukrainischen Seite fließt die ukrainische Währung sehr schnell vom Territorium der Republik weg. Der Großteil der Transaktionen, die von der Bevölkerung und der Wirtschaft getätigt werden, wird in Rubel abgewickelt“, betonte man im Ministerium. 

    Dabei verwies man im Ministerium darauf, dass in der Volksrepublik Donezk ein Multiwährungssystem funktioniert. „Die Bevölkerung kann für bezogene Waren und Dienstleistungen in folgenden Währungen bezahlen: in russischen Rubel, in ukrainischer Griwna, in US-Dollar und in Euro. Außerdem können die oben genannten Währungen für die Bezahlung von Steuern genutzt werden“, fügte man im Pressedienst des Ministeriums hinzu.

    Früher hatte man im Ministerrat der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk erklärt, dass der russische Rubel ab 1. September zur Hauptwährung in der Republik wird. Diese Entscheidung wurde im Zusammenhang mit dem drastischen Rückgang des Griwna-Bestandes in der Region getroffen.

    Bei Kundgebungen Anfang April 2014 hatte die Bevölkerung der Gebiete Donezk und Lugansk, die mit dem Februar-Staatsstreich in Kiew nicht einverstanden gewesen war, Volksrepubliken ausgerufen.

    Nach den Referenden im Mai desselben Jahres verkündeten die Republiken ihre Souveränität und bildeten danach die Union „Noworossija“ (Neurussland) sowie ihre eigenen Machtorgane. Am 2. November 2014 hatten die Volksrepubliken Donezk und Lugansk ihre Staats- und Parlamentschefs gewählt.Kiew erkannte die beiden selbstproklamierten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk nicht an.

    Auf Beschluss der ukrainischen Behörden gilt seit Januar 2015 eine Zugangskontrolle für die selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk und Donezk, wobei die Ein- bzw. Ausreise dort nur gegen Vorlage von Sonderausweisen erfolgen darf. Wie der ukrainische Grenzschutz meldet, werden täglich Kraftfahrzeuge mit Lebensmitteln, Haushaltschemikalien und Medikamenten auf ihrer Fahrt in den Donbass aufgehalten.

    Am 16. Juni führte die ukrainische Sicherheitsbehörde SBU neue Regeln für die Überquerung der Trennlinie im Donbass ein: Es wurde die Einfuhr von Lebensmitteln und Medikamenten verboten, die nicht von Kiew kontrolliert werden, der Busverkehr mit den Volksrepubliken wurde stillgelegt.

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    Euro, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Lugansk, Donezk, Russland, Ukraine