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    Ex-Premier Nikolai Asarow

    Ex-Premier Asarow prognostiziert wirtschaftlichen Zusammenbruch der Ukraine

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    Ukrainische Finanz- und Schuldenkrise (85)
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    Bei der jetzigen politischen Herrschaft in der Ukraine wird niemand in ihre Wirtschaft investieren, wie der ukrainische Ex-Premier Nikolai Asarow via Facebook mitteilt. Das ukrainische und das russische Volk sind nach Ansicht von Präsident Petro Poroschenko “keine Brudervölker”.

    So kommentierte Asarow die von der Regierung des Landes gebilligten zwei Prognosen für die makrowirtschaftliche Entwicklung, denen zufolge ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von zwei Prozent bzw. ein Rückgang von 0,3 Prozent vorgesehen sind.

    Laut dem Politiker wird das BIP der Ukraine sogar bei dem optimistischen Szenario lediglich 71,4 Prozent gegenüber 2013, bei dem pessimistischen Szenario weniger als 70 Prozent betragen.

    In Bezug auf Löhne und Sozialbeihilfen erwartet Asarow ihren weiteren Rückgang, weil der Zuwachs von Löhnen und Renten die offensichtlich unterschätzte Inflationsrate nicht decke.

    Что ждет Украину в будущем?Я не буду анализировать болтологию Порошенко, Яценюка и Ко по телевизору, их различные «меч…

    Posted by Николай Азаров on 21 августа 2015 г.

    „So dass die Ukrainer die Gürtel noch enger schnallen und zugleich bei den so genannten Wahlen fragen müssen, wann sie endlich die versprochenen Gehälter und Renten nach europäischen Standards erhalten werden.“

    Poroschenko und Jazenjuk würden dafür natürlich Putin, Russland, die Aggression und den Krieg verantwortlich machen.

    Weiterlesen: Poroschenko: Es gibt keine Brudervölker im Krieg

    In der Ukraine kann laut Asarow die Wiederherstellung des Inlandsmarktes nicht auf Rechnung der Senkung der Löhne bzw. Gehälter erfolgen. Wegen mangelnder Absatzmärkte würde kein Zuwachs des Exports erwartet. Auch neue Kapitalanlagen seien kaum vielversprechend.

    "Der Umfang der Investitionen ist um mehr als das Zweifache zurückgegangen. (…) Der Kapitalabfluss hat stark zugenommen. Niemand investiert in die Ukraine und wird dies beim jetzigen Regime auch nicht tun“, äußerte Asarow.

    „Ein Land, in dem die Einkommen kleiner Leute um mehr als das Zweifache zurückgegangen sind, während das Einkommen des so genannten Präsidenten um das Siebenfache (!) gewachsen ist, ist verloren, was man nur bedauern kann“, sagte Asarow abschließend.

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    Tags:
    Wirtschaftskrise, Petro Poroschenko, Wladimir Putin, Arsseni Jazenjuk, Nikolai Asarow, Russland, Ukraine