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    Schiffbau: Nordic-Werften bangen um Milliardengeschäft wegen Rubel-Abwertung

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    Das deutsche Unternehmen Nordic Yards des Geschäftsmannes Vitali Jussufow könnte einen Auftrag im Gesamtwert von 1,5 Milliarden Rubel verlieren, wie die Zeitung „Kommersant“ unter Berufung auf eigene Quellen berichtet.

    Nordic Yards soll das Deckshaus für den russischen Eisbrecher „Viktor Tschernomyrdin“ mit einer dieselelektrischen 25-MW-Antriebsanlage bauen. Laut der russischen staatlichen Schiffbauholding OSK sei es durch den Rubel-Kursverfall „ökonomisch unzweckmäßig“, das Deckshaus in Deutschland zu bauen. Die Übergabe des Projekts an das Baltische Werk in St. Petersburg würde helfen, etwa eine Milliarde Rubel zu sparen.

    „Wegen der Rubel-Abwertung kann sich der Preis für das Projekt wesentlich erhöhen, was den Auftrag für OSK völlig unwirtschaftlich macht“, erklärte eine Quelle. Ihr zufolge haben die grundlegenden Bauarbeiten in Deutschland noch nicht begonnen, „der Bau kann demnach relativ schmerzfrei dem Baltischen Werk übergeben werden“.

    LK-25 „Viktor Tschernomyrdin“ist der weltgrößte konventionelle Eisbrecher, der dank seiner Fähigkeit, bis zu zwei Meter dickes Eis zu brechen, nach seiner Fertigstellung für die Durchleitung von Schiffen durch den Nördlichen Seeweg sowie in vereiste Hafenbecken sorgen und für Rettungseinsätze sowie arktische Expeditionen eingesetzt werden wird. Auftraggeber ist die russische Staatsreederei Rosmorport.

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    Tags:
    Eisbrecher „Viktor Tschernomyrdin, Rosmorport, Schiffbauholding OSK, Nordic Yards, Vitali Jussufow, Deutschland, Russland, St. Petersburg