04:02 22 Oktober 2020
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    Wenn Russland nach dem Inkrafttreten des wirtschaftlichen Teils des Abkommens über die Freihandelszone zwischen der Ukraine und der EU den eigenen Markt schließt, wird Kiew weiter nach anderen Märkten für den Export suchen. Dies äußerte der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk am Freitag.

    „Nach dem Inkrafttreten des vollwertigen Abkommens über die Freihandelszone am 1. Januar 2016 werden sie (Russland – d. Red.) meiner Ansicht nach ihren Markt für uns komplett sperren. Wenn es zu einer Null kommt, werden wir die Suche nach anderen Märkten fortsetzen und unser Exportvolumen auf einen anderen Markt vergrößern“, sagte Jazenjuk.

    Am 27. Juni 2014 unterzeichnete die Ukraine den wirtschaftlichen Teil des Assoziierungsabkommens mit der EU, der den Wegfall der Zölle im Handel mit den EU-Ländern vorsieht. Um zu verhindern, dass europäische Waren unkontrolliert und unverzollt auf den Markt der Zollunion von Russland, Weißrussland und Kasachstan gelangen, drohten diese Staaten, ihren Handel mit der Ukraine auf das Meistbegünstigungsprinzip umzustellen. Bislang wird der Handel im Freihandelsabkommen der GUS geregelt und ist weitgehend zollfrei.

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    Tags:
    Freihandelszone, Freihandelsabkommen, Handel, EU, GUS, Arsseni Jazenjuk, Russland, Ukraine, Europa