02:11 22 Februar 2020
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    Russland soll entweder die vorgeschlagen Bedingungen für die Restrukturierung der ukrainischen Schulden annehmen oder das Geld von der 2014 gestürzten Regierung zurückfordern, sagte der ukrainische Premierminister Arseni Jazenjuk.

    Die Vorbedingungen zur Restrukturierung der Staatsschulden waren am Vortag vom ukrainischen Kabinett gebilligt worden. Dazu zählen auch die von Russland rückgekauften Eurobonds von drei Milliarden Euro.

    Dies entspreche den mit dem Gläubigerausschuss vereinbarten Auflagen. Der besitzt fast 50 Prozent der umstrukturierten Bonds. 20 Prozent des Nominalwerts der Schulden sollen abgeschrieben und die Fristen der Tilgung des übrigen Schuldenteils auf 2019 aufgeschoben werden.

    Obwohl Russland kein Mitglied des Gläubigerausschusses sei, „kriegt es keine besseren Bedingungen“. „Ich rufe Russland erneut auf, unseren Vorschlag zu akzeptieren“, fügte Jazenjuk hinzu.

    Russlands Finanzminister Anton Siluanow hatte am Vortag die mehrmals öffentlich gemachte Position bekräftigt. Russland werde sich an der Umschuldung der Ukraine nicht beteiligen und auf einer vollen Tilgung der Schulden von insgesamt drei Milliarden US- Dollar durch die Ukraine – im Dezember 2015 – beharren.

    Russland hatte im Dezember 2013 noch bei dem damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch ukrainische Eurobonds gekauft und die Ukraine dadurch damals vor der Staatspleite bewahrt.

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    Schulden, Viktor Janukowitsch, Arsseni Jazenjuk, Russland, Ukraine