07:36 22 August 2017
SNA Radio
    Rubel

    Donezk führt frei schwankenden Rubelkurs ein

    © Fotolia/ Rrraum
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    31754764

    Die selbsterklärte Volksrepublik Donezk ist seit Anfang des Monats zu einem frei schwankenden Wechselkurs des Rubels übergegangen. Dies berichtet die Donezker Nachrichtenagentur am Donnerstag.

    Zuvor war der Kurs in der Republik fixiert und betrug zwei Rubel für eine Griwna. Derzeit kostet die ukrainische Griwna laut dem Finanzministerium bereits 2,9932 Rubel.

    „Der Grund dieser Situation ist eine starke Verringerung des Barbestandes der Griwna, die infolge der Blockade der Republik durch die ukrainische Regierung entstanden ist“, teilte die Finanzministerin der Republik Donezk, Jekaterina Matjuschtschenko, mit.

    Im Pressedienst des Finanzministeriums erklärte man zudem, dass „das Verhältnis des Rubel zu Griwna ausschließlich von den Marktverhältnissen abhängen wird“.

    Ab dem 1. September werden alle Auszahlungen in der Volksrepublik entsprechend dem neuen Kurs errechnet. Laut den Republikchef Alexander Sachartschenko wird die Regierung von Donezk in der nächsten Zeit die Situation auf dem Markt einschätzen und falls notwendig Löhne und Renten erhöhen.

    In der selbsternannten Volksrepublik Donezk gilt ein Multiwährungssystem aus Griwna, Rubel und Dollar. Es wurde mit dem Ziel eingeführt, der Blockade, die Kiew erklärt hat, entgegenzuwirken und damit die wirtschaftliche Situation in der Region zu stabilisieren. In der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk ist man ab dem 1. September ebenfalls zu einem frei schwankenden Wechselkurs des Rubels übergegangen.

    Zum Thema:

    Wegen Rubel-Verfall: Volkswagen beginnt mit Export seiner Autos aus Russland
    Rubel-Talfahrt: Experten erwarten keine Rettungsaktionen
    Russischer Rubel wichtigste Währung in Volksrepublik Donezk – Wirtschaftsministerium
    Auf Kurs mit dem Rubel
    Tags:
    Griwna, Rubel, Dollar, Jekaterina Matjuschtschenko, Lugansk, Donezk, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren