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17:26 17 Juli 2019
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    Forschungslabor (Symbolfoto)

    Putin: Bildung von Wissenschaftszentren in Asien-Pazifik-Raum nötig

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    Wirtschaft
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    Das Östliche Wirtschaftsforum in Russland (34)
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    Russland schlägt die Bildung eines Netzes von Wissenschaftszentren nach der Art des Europäischen Zentrums für Nuklearforschung (CERN) im asiatisch-pazifischen Raum vor und lädt Partner zur Teilnahme ein, wie Präsident Wladimir Putin beim Östlichen Wirtschaftsforum in der Fernoststadt Wladiwostok erklärte.

    „Die Zusammenarbeit in Wissenschaft und Bildung gewinnt gegenwärtig an Bedeutung. All dies ist in der Lage, die technologische Entwicklung aller Staaten in der asiatisch-pazifischen Region stark anzuspornen.“

    Russland verfüge in diesem Bereich über immense fundamentale wissenschaftliche Vorläufe und sei gewillt, eine Reihe von Initiativen auf diesem Gebiet zu unterbreiten.

    „Beispielsweise schlagen wir eine gemeinsame Schaffung von großen Forschungsplattformen bzw. Anlagen vor, die so genannten Big Science-Projekte, in deren Rahmen echte Forschungsdurchbrüche möglich sind“, so Putin.

    Labors dieser Art sind laut dem Staatschef hauptsächlich in Europa konzentriert. „Es ist die Zeit gekommen, eine derartige Infrastruktur auch im asiatisch-pazifischen Raum entstehen zu lassen. Russland lädt alle interessierten Seiten ein“, fügte er hinzu.

    Mit seinem 1. Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok an der Pazifikküste strebt Russland den Aufbau eines „Neuen Ostens“ an, der sich auf den kooperativen Charakter der Multipolarität gründen wird.

    Die Teilnahme von rund 1.000 Politikern und Investoren aus Asien sowie russischen Geschäftsleuten und Journalisten markiert den Beginn einer neuen Ära in der Geschichte Ostasiens, wobei die Regionalmächte zeigen, dass sie alle zusammen auf gleiche Ziele hinarbeiten, nämlich den rohstoffreichen und geostrategisch wichtigen Fernen Osten Russlands zu erschließen.

    Die Region birgt in sich ein immenses Potential für die Agrarwirtschaft und die Energiesparte, was ressourcenarmen asiatischen Volkswirtschaften zugutekommen könnte.

    Um die Schaffung des „Neuen Ostens“ zu beschleunigen, soll die Stadt Wladiwostok – der größte russische Hafen in der Region – die Rolle eines führenden Transport- und Logistik-Drehkreuzes übernehmen. Geplant sind Vergünstigungen wie zum Beispiel zoll- und steuerfreie Einfuhr und Lagerung ausländischer Waren. Es gibt auch bestimmte Steuervorteile, die Investitionen in der Region attraktiver machen würden.

    Russland rechnet damit, dass die Realisierung dieser Pläne zum Jahr 2025 zur Verdoppelung des Bruttoregionalprodukts in Primorje beitragen wird. Zum Jahr 2034 sollen nach grober Schätzung bis zu 470.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

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    Wissenschaft, Östliches Wirtschaftsforum in Wladiwostok (2015), CERN, Wladimir Putin, Russland