23:12 04 August 2020
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    Gasstreit mit Russland: Ukraine bemüht sich um Preisrevision (165)
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    Der Entwurf eines am Freitag ausgehandelten dreiseitigen Protokolls enthält die Bestimmung, wonach die Ukraine die von der EU erhaltenen 500 Millionen US-Dollar ausschließlich für den Kauf von russischem Gas ausgeben soll. Das erklärte Gazprom-Chef Alexej Miller nach den Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und der EU in Wien.

    „In dem Papier ist festgeschrieben, dass dieses Geld nur für den Erwerb von russischem Gas, und zwar bei Gazprom, bestimmt ist“, erklärte der Chef des größten russischen Gaskonzerns.

    Nach den Verhandlungen teilten die Gesprächspartner mit, dass die EU die Verpflichtung übernehmen wird, das Pumpen von Gas in ukrainische Untergrundspeicher zu finanzieren. Die oben genannten 500 Millionen Dollar seien für den Kauf von zwei Milliarden Kubikmeter Gas bestimmt.

    Zum Gaspreis sagte Miller, Kiew befände sich derzeit in einer günstigen Lage, weil der Preis für Gas für die Ukraine weiterhin an den für Öl gebunden ist, der aber massiv gesunken ist. „Die Dynamik der Spotpreise und der an Öl gebundenen Preise ist unterschiedlich. Deshalb sind Unternehmen im Vorteil, für die der Gaspreis an den Ölpreis gebunden ist.“

    Miller zufolge wird Russland der Ukraine im vierten Quartal 2015 und im ersten Quartal 2016 einen Preisnachlass gewähren. „Die Höhe des Rabatts wird von der Regierung in Moskau bestimmt. Ohne Rabatt würden 1.000 Kubikmeter Gas im vierten Quartal dieses Jahres die Ukraine 252 US-Dollar kosten“, sagte der Konzernchef.

     

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    Erdöl, Erdgas, EU, Gazprom, Alexej Miller, Russland, Ukraine