00:00 28 Januar 2020
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    Immer mehr Investoren sind über die überhöhten Preise der amerikanischen Aktien besorgt, wodurch das Risiko des sogenannten „Bärenmarktes“ erhöht wird, bei dem alle Trends nach unten gehen, wie Robert Schiller, Wirtschaftsnobelpreisträger und Professor an der Universität Yale, der „Financial Times“ mitteilte.

    „Es scheint mir, dass eine Blase entstanden ist, weil sich der Aktienwert seit 2009 in nur sechs Jahren verdreifacht hat und die Menschen bei der Einschätzung des Marktes nicht mehr sicher sind“, sagte der Ökonom.

    Die zunehmende Börsenvolatilität, so Schiller, zeuge davon, dass beunruhigende Gedanken immer mehr Spielern in den Sinn kommen und ihre Positionen auf dem Effektenmarkt umdenken lassen. Trotzdem wird laut dem Analysten die eventuelle Leitzins-Steigerung diese Woche den Markt kaum beeinflussen.

    „Ich erwarte keinen großen Effekt. Davon wurde lange gesprochen, alle wissen, dass es geschehen kann. Es wird aber kein großes Ereignis“, betonte der Ökonom und fügte hinzu, dass geschichtlich bisher kein Zusammenhang zwischen den Kreditpreisen und dem Aktienwert nachgewiesen worden sei. „Sie könnten annehmen, dass man Aktien verkauft, wenn die Leitzinse steigen, aber die Finanzwelt ist nicht ganz so einfach“, begründete Schiller seinen Standpunkt.

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    Börsen, Universität Yale, Robert Schiller, USA