18:59 05 August 2020
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    Die düstersten Prognosen für die russische Wirtschaft sind nicht eingetreten und der schlimmste Abschwung ist vorbei, wie der führende Analyst der Ratingagentur Fitch, Charles Seville, in einem Interview für die Deutsche Welle sagte.

    Anfang des Jahres hatte Fitch die Kreditwürdigkeit Russlands von „BBB“ auf „BBB-“ herabgestuft. Im Gegensatz zu anderen Ratingagenturen hat Fitch aber Russlands Wirtschaft niemals auf Ramschniveau gesehen.

    Laut Seville hängt dies damit zusammen, dass Russland seine „starken Seiten“ zeigt. Dazu gehöre der flexible Wechselkurs, der dem Land geholfen habe, mit dieser schwierigen Situation zurechtzukommen.

    Fitch stufe die Chancen des Landes im Bereich der Schuldenrückzahlung als hoch ein. Die Höhe der Auslandsverschuldung Russlands sei „eher gering“, außerdem habe das Land eine starke Handelsbilanz und genügend Reserven, betonte der Analyst.

    Die Abstufung auf „BBB-“ sei, so Seville, wegen der Risiken, die mit den westlichen Sanktionen und der Situation auf dem Ölmarkt zusammenhängen, gemacht worden. Die Risiken seien auch jetzt hoch.

    Dem Analysten zufolge sind die schlimmsten Prognosen jedoch nicht eingetreten. Derzeit gebe es sowohl positive als auch negative Aspekte. Auf jeden Fall erscheine Russland nicht als ein Land mit Ramschniveau.

    Der schlimmste Abschwung in der russischen Wirtschaft sei vorbei, es sei jedoch unvorhersehbar, auf welche Art und Weise das Land zu einem Wirtschaftswachstum zurückkehren werde, betonte der Analyst.

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    Tags:
    Wirtschaftsprognose, Wirtschaftskrise, Sanktionen, Erdöl, Fitch Ratings, Charles Seville, Russland