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13:27 22 August 2019
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    Gaslieferung

    Experte Rahr: Ukraine und EU wollen weiter Gas aus Russland

    © Sputnik / Igor Zarembo
    Wirtschaft
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    Der deutsche Politologe und Gazprom-Berater Alexander Rahr ist der Ansicht, dass die Europäische Union, Russland und Kiew gleichermaßen daran interessiert sind, dass die Ukraine im Winter mit Gas versorgt wird.

    Am Rande der Konferenz „Deutschland und Russland: Wege zur Sicherheit und zum Frieden in Europa“ sagte Rahr, dass die erreichten Vereinbarungen zu den Gaslieferungen umgesetzt werden. Alle seien daran interessiert, so der Experte.

    Am 25. September hatten Vertreter Russlands, der Ukraine und der EU das Abkommen paraphiert. Diese Woche wird das Dokument unterzeichnet.

    Laut Rahr ist die Ukraine sich bewusst, dass der Westen sie nicht mit Gasüberschüssen versorgen kann, weil dies technisch schwierig und kostspielig ist. Die Ukraine habe verstanden, dass sie keine Alternative hat. Russland werde die Ukraine bis 2019 und sogar noch darüber hinaus als Transitland nutzen, so der Experte.

    Ihm zufolge wünscht sich die von der Flüchtlingskrise, den sozialen Protesten und den Nahost-Konflikten erschütterte EU eine stabile Ukraine. Deswegen sei das Abkommen im Interesse Europas. Rahr fügte hinzu, dass die erreichten Gas-Vereinbarungen dem Ukraine-Gipfel im Normandie-Format (Russland, Deutschland, Frankreich, die Ukraine) am 2. Oktober auch auf politischer Ebene zu positiven Ergebnissen verhelfen könnten.

    Wie Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Samstag betonte, erwartet Berlin, dass eine „konstruktive Linie“ auch bei der Lösung der Ukraine-Krise und Erfüllung des Minsker Abkommens bei den Vierer-Verhandlungen dominieren wird.

    Am 2. Oktober verhandeln in Paris die Staats- und Regierungschefs Russlands, Frankreichs, Deutschland und der Ukraine – Wladimir Putin, François Hollande, Angela Merkel und Petro Poroschenko – über die politische Beilegung der Ukraine-Krise.

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    Tags:
    Minsker Abkommen, Erdgas, Normandie-Vierergruppe, EU, Alexander Rahr, Ukraine, Russland