07:44 20 Januar 2020
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    In Zukunft wird sich Russlands Export von Energie nicht auf fossile Brennstoffe beschränken. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach alternativen Energiequellen einschließlich Kernenergiewirtschaft kann Moskau einen wachsenden Export von atomaren Energieressourcen sichern, erklären Analytiker des privaten US-Informationsdienstleisters Stratfor.

    Damit werde Russland seine geopolitische Bedeutung nur festigen.

    Obwohl die Welt nach der Tragödie im japanischen AKW Fukushima etwas vorsichtiger mit der Atomenergie umgeht, sei die Zahl der vom Ausland erteilten Aufträge für die russische Atombehörde Rosatom in letzter Zeit steigend, so die Experten.

    „Der Wert der Auslandsaufträge von Rosatom hat im Jahre 2013 bei 74 Milliarden US-Dollar gelegen. Bis September 2015 haben zwölf Länder der Welt Aufträge im Gesamtwert von 300 Milliarden US-Dollar bei Rosatom platziert. Außerdem unterzeichnet Russland weltweit Memoranden über die Zusammenarbeit und schließt Geschäfte ab – von Südafrika bis Argentinien sowie von Vietnam bis Ungarn und Saudi-Arabien. Es scheint, dass es bereits keine einzige Region mehr gibt, wohin Russland mit seinen Atomexport strebt“, schreibt Stratfor.

    Laut den Analytikern hat Jordanien im März 2015 ein Abkommen mit Russland im Gesamtwert von zehn Milliarden US-Dollar unterzeichnet, demzufolge Moskau in diesem Land bis 2022 zwei Atomreaktoren bauen werde.

    „Dies wird es Russland ermöglichen, seine Positionen auf dem Territorium der Levante unabhängig vom Ausgang des Bürgerkrieges in Syrien zu festigen“, betonen die Experten.

    Damit könne Russland seine Präsenz in geopolitisch wichtigen Ländern, besonders bei Bau, Besitz und Betrieb von Nuklearkapazitäten, verlängern, so Stratfor.

    Russlands Verhandlungen mit Ländern wie Saudi-Arabien, Ungarn, Finnland, der Republik Südafrika, Ghana, Nigeria, Laos, Vietnam, Myanmar, Indonesien und China befinden sich in verschiedenen Stadien.

    Obwohl Russland auf dem sich schnell entwickelnden Atomenergiemarkt auf Konkurrenz stoßen werde, könne Moskau seinen globalen Einfluss mittels Vergrößerung der Exporte von Atomenergie noch weiter ausbauen.

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    Tags:
    AKW Fukushima, Stratfor, Rosatom, Syrien, Russland