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06:19 14 Oktober 2019
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    Ägypten und Frankreich unterzeichnen Mistral-Deal

    © REUTERS / Stephane Mahe
    Wirtschaft
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    Hubschrauberträger Mistral (212)
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    Frankreich hat mit Ägypten einen Vertrag über den Verkauf der beiden Mistral-Hubschrauberträger unterschrieben, die nicht an Russland geliefert worden waren, teilt die Zeitung „Kommersant“ am Samstag mit.

    Die Unterzeichnung des Mistral-Vertrages war ein Highlight des Kairo-Besuchs des französischen Premierministers Manuel Valls am Samstag.

    Laut vorläufigen Angaben kommt der Vertrag Kairo eine Milliarde Euro zu stehen, die Schiffe sollen bereits im nächsten Jahr geliefert werden.

    Nach Medien-Informationen kann Saudi Arabien den Kauf anteilig finanzieren: Der Deal soll zu mehr Sicherheit im Roten Meer und im Persischen Golf unter den Bedingungen des Anti-Terror-Kampfes beitragen.

    Neben dem Mistral-Deal haben die Verteidigungsminister Ägyptens und Frankreichs am Samstag ein Abkommen über Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung unterschrieben.

    2011 hatten die französische Werft DCNS/STX und der russische Rüstungskonzern Rosoboronexport einen Vertrag über die Lieferung von zwei Mistral-Hubschrauberträgern geschlossen. Das erste Schiff – die „Wladiwostok“ – sollte im November 2014 ausgeliefert werden. Paris legte den Deal aber wegen des Ukraine-Konfliktes auf Eis. Die beiden Mistral-Schiffe hatten 1,2 Milliarden Euro gekostet.

    Die Präsidenten Russlands und Frankreichs, Wladimir Putin und Francois Hollande, hatten sich am 5. August darauf geeinigt, den Vertrag über den Bau und die Auslieferung der Schiffe aufzukündigen. Nachdem Frankreich die russischen Ausrüstungen, die auf den Mistral-Schiffen installiert worden waren, zurückgegeben hat, kann es nun über die beiden Hubschrauberträger nach eigenem Ermessen verfügen.

    Zuvor wurde berichtet, dass der französische Präsident Francois Hollande mit seinem ägyptischen Amtskollegen Abdel Fath as-Sisi die Bedingungen für den Verkauf der beiden Schiffe an Ägypten vereinbart hat.

    Dass Frankreich „problemlos“ einen Käufer für die Mistral-Schiffe findet, hatte der französische Präsident François Hollande noch am 6. August, einen Tag nach der offiziellen Kündigung des Vertrages mit Russland, erklärt. Seitdem teilten französische Medien unter Verweis auf offizielle und inoffizielle Quellen mehrmals mit, dass mindestens zehn Länder ihr Interesse an den Mistral-Schiffen bekundet hatten.

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    Tags:
    Mistral, François Hollande, Frankreich, Ägypten