Widgets Magazine
04:47 17 Oktober 2019
SNA Radio
    RD-180

    Russland verkauft Raketentriebwerke RD-180 an China

    © Sputnik / Iliya Pitalev
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    13864
    Abonnieren

    China plant den Kauf russischer Triebwerke RD-180 für seine Trägerraketen. Dies teilte der russische Vizeregierungschef Dmitri Rogosin mit.

    Nach einem Treffen mit dem Vizepremier des chinesischen Staatsrates, Wang Yang, sprach der für die Raumfahrt und Rüstungsindustrie zuständige Politiker bei einer russisch-chinesischen Messe in Harbin.

    Die Unterzeichnung des Abkommens über den Verkauf der Triebwerke wurde auf Dezember festgesetzt, wenn der russische Premierminister Dmitri Medwedew China besucht. Außerdem ist eine Vereinbarung über den Kauf chinesischer Mikroelektronik-Erzeugnisse seitens Russland geplant.

    Den möglichen Kauf der russischen Triebwerke RD-180 durch China hatte Rogosin im August 2015 angekündigt. Der für Dezember geplante China-Besuch des russischen Premierministers wurde von Vizepremierministerin Olga Golodez bei einer Sitzung der Interregierungs-Kommission für humanitäre Zusammenarbeit bestätigt.

    Triebwerke RD-180 werden vom Unternehmen Energomasch bei Moskau hergestellt. Die Aggregate werden insbesondere auf amerikanischen schweren Trägerraketen Atlas V installiert, die von ULA (United Launch Alliance), einem Joint Venture von Boeing und Lockheed Martin, gebaut werden. Am 3. Juni kündigte das Pentagon eine Ausschreibung zum Bau eines US-amerikanischen Pendants für das Triebwerk RD-180 an.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    McCain „in Rage“ wegen Import russischer Raketentriebwerke
    Russische Raketentriebwerke unentbehrlich: Pentagon fordert Lockerung der Sanktionen
    Raumfahrtfirma ULA: Verbot für russische Raketentriebwerke gefährdet US-Sicherheit
    Russland verhandelt über Zusatzlieferung von Raketentriebwerken an USA
    Tags:
    Atlas V, Raketentriebwerk RD-180, Pentagon, Lockheed Martin, Boeing, Dmitri Medwedew, Wang Yang, Dmitri Rogosin, China, Russland