22:30 27 November 2020
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    Der Anteil des Imports russischen Gases in die Ukraine kann von aktuell 30 Prozent auf bis zu 50 Prozent angehoben werden, wie der ukrainische Energieminister Wladimir Demtschischin am Donnerstag erklärte. Das hänge mit dem derzeit vernünftigen Preis zusammen.

    „Das genaue Verhältnis (zwischen Gas aus Russland und Europa – d. Red.) bis Ende des Jahres kann ich noch nicht nennen. In diesem Jahr war es 30 zu 70 – 70 Prozent kauften wir in Europa, 30 Prozent in Russland. Jetzt sehen wir, dass der Preis des russischen Gases niedriger ist, deswegen wird sich das Verhältnis möglicherweise zugunsten von „Gazprom“ verschieben. Es werden aber keinesfalls mehr als 50 Prozent sein“, sagte Demtschischin.

    „Gazprom“ nahm am 12. Oktober die Gaslieferung an die Ukraine wieder auf. Laut dem trilateralen Protokoll, das die Ukraine, Russland und die Europäische Kommission am 25. September ausgehandelt hatten, wird „Naftogaz“ zwei Milliarden Kubikmeter Gas von „Gazprom“ mit einem Kredit in Höhe von 500 Millionen Dollar kaufen.

    Dabei gewährte Russland der Ukraine im vierten Quartal 2015 und im ersten Quartal 2016 einen Preisnachlass in Höhe von etwa 20 Dollar je 1.000 Kubikmeter Gas. Der eigentliche Vertragspreis beträgt dem russischen Energieminister zufolge 248 bis 252 Dollar pro 1.000 Kubikmeter Gas.

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    Tags:
    Gaslieferung, Gazprom, Wladimir Demtschischin, Alexander Nowak, Russland, Ukraine