17:14 27 Oktober 2020
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    Die Türkei hat vor einem Schiedsgericht eine Klage wegen des russischen Gaspreises eingereicht, wie Bloomberg berichtet.

    Der türkische staatliche Gasversorger Botas verlautete, dass es sich um eine Revision des Vertrages vom 29. Dezember 2014 handele. Das russische Unternehmen „Gazprom Export“ sei am Montag schriftlich darüber benachrichtigt worden, hieß es.

    Moskau und Ankara hatten sich vor knapp einem Jahr auf eine Senkung des Preises für russisches Gas geeinigt. Diese Vereinbarung war mit der Genehmigung für den Bau der Gaspipeline Turkish Stream auf türkischem Staatsgebiet verknüpft.

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    Die Unterzeichnung des Abkommens über die Verlegung der Pipeline wurde jedoch im Zusammenhang mit dem Regierungswechsel in der Türkei verschoben. Außerdem gibt es keine signierten Dokumente über den geplanten Preisrabatt.

    Laut dem türkischen Minister für Energoe und Rohstoffe, Ali Riza Alaboyun, sind die Revision der Gaspreise und das Projekt Turkish Stream die Hauptthemen der Verhandlungen zwischen Russland und der Türkei.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Anfang Oktober wegen einer Verschlechterung der Beziehungen zu Russland im Zusammenhang mit dem von Moskau eingeleiteten Luftwaffeneinsatz in Syrien und wegen der Überquerung der türkischen Luftgrenze durch russische Kampfjets erklärt, die Türkei könne die Pläne zum Kauf russischen Gases und zum Bau des AKW Akkuyu durchaus noch revidieren.

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    Zu der Anklage der Türkei sagte der amtliche Gazprom-Sprecher Sergej Kurpijanow, dass der Konzern eine außergerichtliche Beilegung des Streits nicht ausschließe.

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    Gas, Türkischer Strom, Ali Rıza Alaboyun, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, Russland