22:17 30 November 2020
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    Nord Stream 2 (104)
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    Deutschland hat nach Worten von Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel großes Interesse am Gasprojekt Nord Stream-2. Es sei wichtig, die politische Einmischung in seine Realisierung einzuschränken, sagte Gabriel am Mittwoch bei einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in dessen Vorstadtresidenz Nowo-Ogarjowo.

    Trotz vorhandener politischer Probleme gebe es verschiedene Möglichkeiten, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland aufrechtzuerhalten. Und deutsche Unternehmer versuchten, diese Möglichkeiten zu nutzen, sagte Gabriel.

    Nord Stream-2 ist ein Projekt zum Bau einer Erdgaspipeline mit einer Kapazität von 55 Milliarden Kubikmetern, um Gas aus Russland über die Ostsee nach Deutschland zu leiten. Die Route und die Abnahmestelle zur Einspeisung des Gases ins deutsche Gasnetz sollen identisch sein zur ersten Nord-Stream-Trasse, die 2011 in Betrieb genommen wurde.

    Gabriel zufolge geht es bei der Umsetzung des Projekts nicht nur um Interessen Deutschlands, sondern auch um die mehrerer anderer Länder. Das Projekt sei äußerst interessant. Wichtig sei, dass rechtliche Fragen von zuständigen deutschen Organen gelöst würden. Sollte Berlin das schaffen, würden Möglichkeiten für eine Einmischung von außen eingeschränkt, sagte der SPD-Politiker.

    Für den Bau von Nord Stream-2 ist die gemischte New European Pipeline AG zuständig. Aktionäre sind Russlands größter Gasförderer Gazprom mit 51 Prozent der Anteile, E.ON, Shell, OMV und  BASF/Wintershall mit je zehn Prozent sowie Engie mit neun Prozent der Anteile.

     

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