02:29 29 Januar 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    12687
    Abonnieren

    Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der Golf-Staaten wird wegen der sinkenden Ölpreise im Jahr 2015 auf 3,2 Prozent schrumpfen. Die Einnahmen aus dem Ölexport werden rund 275 Milliarden US-Dollar unter dem Vorjahresniveau liegen, wie IWF-Chefin Cristine Lagarde in einer Sitzung des Golf-Kooperationsrates (GCC) in Katar mitteilte.

    „Derzeit entfällt der Löwenteil der Steuer- und Exporteinnahmen in den Golf-Staaten auf Öl. Der Ölpreis ist seit Mitte 2014 stark gesunken. Für die Haushalte der Golfstaaten wird 2015 ein Defizit von 12,7 Prozent des BIP erwartet“, so Lagarde.

    Ihren Worten zufolge rechnet der IWF 2015 mit 3,2 Prozent im Jahr 2015 und 2,7 Prozent 2016 mit einem gedämpften Wachstum des BIP in Ländern der Region. Beide Zahlen liegen unter dem Vorjahresniveau von 3,4 Prozent.    

    Die Schaffung sogenannter „Pufferfonds“ (Reservefonds – Anm. d. Red.) ermögliche jedoch, „unerwartete Korrekturen in der Steuerpolitik“ zu vermeiden und die von den Staaten übernommenen Sozialleistungen zu gewährleisten, so Lagarde.  

    Zu den Golf-Staaten gehören die größte Akteure auf dem globalen Ölmarkt: Bahrain, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. 

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    IWF: Saudi-Arabien bei gleichbleibender Politik in fünf Jahren bankrott
    Bald 10$ je Barrel? OPEC will mit niedrigen Ölpreisen die USA ausstechen
    Ölpreis-Sturz: Suche nach neuem Markt-Gleichgewicht braucht Zeit - Experte
    Saudi-Arabien holt offenbar zum Schlag gegen Ölpreise aus
    Tags:
    Ölpreis, Golf-Kooperationsrat, Cristine Lagarde, Oman, Bahrain, Kuwait, Katar, Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Saudi-Arabien