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20:51 20 Juli 2019
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    Einstellung des Flugverkehrs nach Ägypten

    Flugverbot Moskaus und Londons wird Kairo 273 Millionen Dollar monatlich kosten

    © EPA / TOBIAS HASE
    Wirtschaft
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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Kairo schätzt seine finanziellen Verluste wegen der Einstellung des Flugverkehrs russischer und britischer Flugzeuge nach Ägypten auf etwa 273 Millionen Dollar im Monat, meldet Reuters unter Berufung auf den ägyptischen Minister für Tourismus, Hisham Zazou.

    Ein Airbus A-321 der russischen Fluggesellschaft Kogalymavia (MetroJet) war am 31. Oktober im Norden der Halbinsel Sinai abgestürzt. An Bord der Maschine, die auf dem Weg von Scharm el-Scheich nach St. Petersburg war, befanden sich 217 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder. Keiner der Insassen überlebte.

    Russlands Staatschef Wladimir Putin erließ am Sonntag, dem 8. November, ein zeitweiliges Verbot von Passagierflügen nach Ägypten, solange die Ursache für die Katastrophe des Airbus A321 mit 224 Opfern auf der Halbinsel Sinai nicht geklärt ist. Im Auftrag des russischen Präsidenten soll die Rückführung der noch in Ägypten verbliebenen russischen Touristen sichergestellt werden.

    Zuvor hatte das britische Außenministerium offiziell mitgeteilt, dass London Moskau Daten zum Absturz einer russischen Passagiermaschine übermittelt hatte. Daraus gehe mit großer Wahrscheinlichkeit hervor, dass die A321 durch einen Bombenanschlag zum Absturz gebracht worden sei, hieß es.

    Der britische Außenminister Philipp Hammond erklärte zudem, es würden sich Hinweise verdichten, dass die Terrormiliz „Islamischer Staat“ für den Absturz der russischen Passiermaschine A-321 über Sinai verantwortlich sein könnte. Aus diesem Grund setzte Großbritannien alle Flüge vom und zum ägyptischen Urlauberort Scharm el-Scheich bis auf Weiteres aus. Es werden lediglich die britischen Bürger, die sich derzeit noch dort aufhalten, ausgeflogen.

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    Flugverbot, A321-Absturz, Hisham Zazou, Großbritannien, Russland, Ägypten