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    Trotz Sanktionen: USA kaufen russische Raketentriebwerke

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    Trotz der eingeführten Sanktionen kaufen die USA weiter in Russland Raketentriebwerke ein, wie Alexander Stadnik, Russlands Handelsvertreter in den USA, in einem Interview gegenüber RIA Novosti sagte.

    Die bilaterale Kooperation setze sich im Rahmen der zuvor geschlossenen Abkommen fort. 

    Unter anderem habe der russische Raumfahrtkonzern RKK Energija Anfang 2015 einen Vertrag mit der Orbital Sciences Corporation über die Lieferung von 60 Raketentriebwerken des Typs RD-181 unterzeichnet. Der Gesamtwert des Vertrages werde auf circa eine Milliarde US-Dollar geschätzt. 

    Die Russland-Sanktionen hätten unter anderem auch Raketentriebwerke betroffen, die US-amerikanische Seite habe es sich aber anders überlegt und die Sanktionen in diesem Bereich aufgehoben, so Stadnik.  

    „Die USA haben begriffen, dass sie russische Rüstungstechnologie für die Entwicklung der Raketentechnik benötigen. Sonst würden sie sich in einer Reihe von aufwendigen Projekten einschränken müssen. Offensichtlich aus diesem Grund wurden die Lieferungen unserer Triebwerke weiter fortgesetzt“, unterstrich er.       

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich wegen der dramatischen Vorgänge in der Ukraine seit Ende 2013 verschlechtert. Ende Juli 2014 verhängten die USA und die EU gegen ganze Wirtschaftszweige Russlands Sanktionen. Im Gegenzug verbot Russland im August 2014 die Einfuhr mehrerer Arten von Lebensmitteln aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen.

    Die Außenminister der EU-Länder hatten am 22. Juni die Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis zum 31. Januar 2016 und Russland seine Gegenmaßnahmen um ein weiteres Jahr verlängert. 

     

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    Sanktionen, Raketentriebwerke RD-181, Orbital Sciences Corporation, RKK Energija, EU, Alexander Stadnik, Australien, Kanada, Norwegen, USA, Russland