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13:55 16 Oktober 2019
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    Gasmeßstation in der russischen Region Kursk

    Russland legt Türkei-Pipeline auf Eis

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    Wirtschaft
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    Turkish Stream (89)
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    Das Gasprojekt "Turkish Stream" ist gestoppt worden. Dies hat der russische Energieminister Alexander Nowak mitgeteilt. Ihm zufolge werden derzeit vorerst keine Gespräche mit der türkischen Seite über das Projekt geführt. Zuvor hatte das russische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung das Einfrieren der Gasverhandlungen dementiert.

    „Zurzeit sind die Gespräche (zum Gasprojekt "Turkish Stream" – d.Red.) gestoppt, zumal laut der Anordnung der Regierung die Tätigkeit der russisch-türkischen Regierungskommision zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit eingestellt wurde, in deren Rahmen auch die Arbeit an den Vereinbarungen zum "Turkish-Stream"-Projekt auf Eis gelegt wurde “, sagte Nowak gegenüber Journalisten.

    Gleichzeitig werden jedoch gegenwärtige russische Gaslieferungen nicht unter das Embargo fallen, sondern vertragsgemäß weiter verlaufen.

    Am 1. Dezember wurde auf der offiziellen Seite der russischen Regierung der Erlass über Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei veröffentlicht, in dem ab dem 1. Januar 2016 zum Import verbotene türkische Waren aufgelistet wurden. Die Gas- und Atomprojekte der beiden Ländern wurden dabei aber nicht erwähnt.

    Die Einschränkungen für die Türkei wurden als Reaktion auf den Abschuss des russischen Su-24-Bombers von einem türkischen F-16-Jet beim Anti-Terror-Einsatz über Syrien eingeführt.

    Infografik: Die Gaspipeline Turkish Stream

    Der "Turkish Stream", das Nachfolgeprojekt des im Dezember 2014 geplatzten Projekts "South Stream", ist ein internationales Projekt, das russische Gaslieferungen nach Europa gewährleisten sollte. Es sah den Bau einer Gaspipeline mit einer Kapazität von 63 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr aus Russland in die Türkei durch das Schwarze Meer vor. An der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland sollte ein Gas-Hub für die weiteren Lieferungen nach Europa errichtet werden. 

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    Erdgas, Türkischer Strom, Alexander Nowak, Türkei, Russland