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18:51 20 August 2019
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    Putin: Privatisierung von Energiekonzernen nur zum passenden Zeitpunkt

    © AFP 2019 / Dmitry Kostyukov
    Wirtschaft
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    Die große Pressekonferenz von Wladimir Putin (2015) (37)
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    Die Regierung Russlands wird laut Präsident Wladimir Putin die Arbeit zur Privatisierung großer Unternehmen mit staatlicher Beteiligung wie Rosneft und Aeroflot fortsetzen. Der Staat werde dabei die Kontrollmehrheit behalten.

    „Durch die Privatisierung großer Unternehmen werden zwei Aufgaben gelöst. Die erste Aufgabe hängt nicht mit fiskalischen oder für den Haushalt rentablen Funktionen zusammen, obwohl das auch wichtig ist. Das wichtigste ist die Strukturänderung des Eigentums mit dem Ziel, die Effektivität der Arbeit von Unternehmen zu erhöhen“, sagte Putin.

    „Was Rosneft oder Aeroflot betrifft, habe ich bereits 2012 in meinen Artikeln geschrieben, dass das möglich ist und wir im Prinzip diese Arbeit (zur Privatisierung der Unternehmen – d. Red.) fortsetzen werden“, so der Präsident weiter.

    Dabei tauche jedoch stets die Frage auf, ob derzeit der passende Zeitpunkt ist und eine günstige Situation auf dem Markt herrscht, um dieses oder jenes für die Wirtschaft und den Haushalt gewinnbringende Eigentum zu verkaufen. „2015 hat die Regierung, wie Sie wissen, keine Entscheidungen in Bezug auf derartige Privatisierungsprozesse getroffen“, so Putin.

    Der russische Staatschef schloss nicht aus, dass die Regierung Schritte zur Privatisierung mehrerer großer Unternehmen wie beispielsweise Rosneft unternehmen könnte, um deren Struktur zu ändern. „Ich versuche, mich in solche Entscheidungen nicht einzumischen, der Staat verliert dabei sowieso nicht die Kontrollmehrheit in diesen Unternehmen“, schloss Putin.

    Der Verkauf des 19,5-prozentigen Pakets steht bis Ende 2016 auf dem russischen Privatisierungsplan.

    Der Rosneft-Konzern hatte seine Aktien erstmals am 14. Juli 2006 platziert. Bei dem IPO wurden 1,411 Millionen Papiere zu einem Stückpreis von 7,55 US-Dollar untergebracht. Damit ging der Anteil des Staates am Aktienkapital des Unternehmens auf 75,2 Prozent zurück. Einer Verordnung von Premierminister Dmitri Medwedew zufolge dürfen die jetzigen Aktien nicht billiger verkauft werden.

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    Tags:
    Privatisierung, Putins Jahrespressekonferenz (2015), Aeroflot, Rosneft, Wladimir Putin, Russland