17:44 19 Januar 2020
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    Der Iran und Russland können ihren gegenseitigen Warenverkehr künftig um das Zehnfache steigern. Dabei hofft Teheran, den Platz der Türkei im Export von Agrarprodukten nach Russland einzunehmen, erklärte der ranghohe iranische Politiker Gholam Ali Haddad Adel gegenüber „Rossiya Segodnya“.

    „Der Iran ist mit seiner Natur und seinem Klima ein sehr mannigfaltiges Land. Das betrifft auch die Agrarproduktion – bei manchen Produkten ist der Iran der Hersteller Nr. 1 in der Welt. In dieser Sphäre besitzen wir ein sehr großes Potential und können vieles anbieten. Dabei sind unsere Produkte von höchster Qualität. Ich bin überzeugt, dass wir künftig neue Türen in den Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Russland öffnen können, gerade was  den  Export von Agrarprodukten betrifft“, sagte Adel.

    Der erste Schritt sei bereits getan, bemerkte er: Teheran exportiert Meeresprodukte nach Russland. Das könne als gutes Beispiel einer weiteren Zusammenarbeit vorangehen. „Wir können iranisches Obst und Gemüse (nach Russland — Anm. d. Red.) liefern und wir können jenen Import ersetzen, den Russland bislang aus anderen Ländern erhalten hat“, fügte Adel hinzu.

    Der iranische Politiker sagte auch, dass Russland und der Iran ihren Warenverkehr um das Zehnfache steigern können. „Unsere Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft entspricht nicht dem Niveau des politischen Zusammenwirkens“, bemerkte er.

    Die Beziehungen Russlands und der Türkei sind in einer Krise, nachdem ein türkischer Kampfjet am 24. November einen russischen Su-24-Bomber abgeschossen hatte. Der russische Präsident Wladimir Putin erließ daraufhin spezielle Maßnahmen zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit und über spezielle ökonomische Maßnahmen gegenüber der Türkei. Die Regierung veröffentlichte die Anordnung über die Entwicklung dieses Erlasses. Russland hat ab 1. Januar 2016 den Import bestimmter türkischer Produkte verboten. „Was gerade diese Frage betrifft,  hoffen wir, dass das wirklich eintritt“, erklärte Adel, als man ihn fragte, ob der Iran den Import der Agrarprodukte ersetzen könne, den früher die Türkei realisiert habe.

     

     

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