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    Russland führt ab 1. Januar Zölle für Ukraine ein

    Zölle für Kiew werden russische Wirtschaft vor Milliardenverlusten schützen

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    Der Verlust durch die Ukraine-EU-Assoziierung für russische Unternehmer könnte laut dem Vize-Wirtschaftsminister, Alexej Lichatschow, kurzfristig bis zu 3,5 Milliarden US-Dollar betragen, wenn Moskau nicht eine Aussetzung des Vertrags über die GUS-Freihandelszone für Kiew ab 1. Januar beschlossen hätte.

    Russland führt ab dem 1. Januar 2016 zum Schutz seines Binnenmarktes Zölle sowie — ähnlich wie bei den Ländern, die sich den Russland-Sanktionen angeschlossen haben — ein Lebensmittel-Embargo gegen die Ukraine ein.

    „Insgesamt hat die Schadensanalyse für Russlands Wirtschaft, die nach dem international anerkannten Modell der Global Trade Analysis berechnet wurde, gezeigt, dass kurzfristig Verluste allein durch die Tarif-Liberalisierung mehr als 3,5 Milliarden Dollar für russische Unternehmer betragen würden“, sagte Lichatschow.

    Dabei unterstrich der Minister, dass es sich um vorhergesagte potentielle Verluste handele, die russische Unternehmer nur dann erleiden würden, wenn die russische Regierung nicht rechtzeitig auf die Freihandelszone zwischen der Ukraine und der EU reagiert hätte.

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    Tags:
    Assoziierungsabkommen, Zoll, Alexej Lichatschow, Russland, Ukraine