06:45 19 Dezember 2018
SNA Radio
    RD-180-Triebwerk

    Sanktionen? Von wegen! – US-Raumfahrtindustrie kauft 20 russische Triebwerke

    © Sputnik / Iliya Pitalev
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Russland-Sanktionen (476)
    269107

    Während die US-Administration neue Wirtschaftssanktionen gegen Moskau verhängt, muss die US-Raumfahrtindustrie weitere russische Raketentriebwerke kaufen. Der Grund: Es existiert kein gleichwertiges Pendant „Made in USA“, mit dem die Atlas-Rakete ausgerüstet werden könnte.

    Die United Launch Alliance, ein Joint Venture der US-Konzerne Lockheed Martin und Boeing, hat 20 weitere Triebwerke RD-180 bestellt, obwohl Russland den jüngsten Auftrag für 29 Triebwerke noch nicht ganz erfüllt hat. Das amerikanische Unternehmen hofft laut Pressesprecherin Jessica Rye darauf, dass Russland mit den neuen Lieferungen sofort beginnt, wenn der aktuelle Auftrag erfüllt ist, meldet Reuters.

    RD-180-Triebwerke aus der Produktion der russischen Firma Energomash werden in der ersten Stufe der amerikanischen Atlas-Raketen verwendet. Obwohl die US-Industrie vorerst keine Pendants herstellt, verbot der Kongress im Dezember den Kauf dieser Triebwerke ab 2019. Im Mai riefen US-Verteidigungsminister Ashton Carter und der Nationale Geheimdienstdirektor James Clapper den Senat dazu auf, das Verbot aufzuheben, um dem Pentagon den Zugang zum Weltraum zu garantieren.


    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russland-Sanktionen (476)

    Zum Thema:

    Verbot des Verbots: US-Kongress ermöglicht Rückkehr russischer Raketentriebwerke
    Raumfahrtfirma ULA: Verbot für russische Raketentriebwerke gefährdet US-Sicherheit
    Milliardendeal: USA kaufen Raketentriebwerke von Russland
    Tags:
    Raketentriebwerk RD-180, United Launch Alliance, Boeing, Lockheed Martin, USA, Russland