10:42 22 November 2019
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    Börsen-Kollaps in China

    Börsen-Kollaps in China: Handel gestoppt

    © AFP 2019 / Mark RALSTON
    Wirtschaft
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    Nach einem Einbruch von mehr als sieben Prozent haben die Börsen von Shanghai und Shenzhen gleich am ersten Arbeitstag im neuen Jahr ihren Aktienhandel für den Rest des Tages gestoppt.

    Der neue automatische Sicherungsmechanismus wurde damit gleich an dem Tag aktiviert, an dem er in Kraft trat. Auslöser der Kurseinbrüche waren am Montag schwache Daten zur chinesischen und indischen Industrie, so die Agentur Reuters.

    An allen asiatischen Börsen ging es steil bergab, doch chinesische Börsen führten den Einbruch an. Der Leitindex CSI-300 verlor sieben Prozent, das Kursminus von Shanghai Composite erreichte 6,9 Prozent, von Shenzhen Composite sogar 8,2 Prozent.

    Für negative Stimmung sorgte unter anderem die indische Industrieproduktion, die im Dezember zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren schrumpfte. Auch die chinesische Industrieproduktion ging im Dezember den zehnten Monat in Folge zurück. Dies ergab eine Umfrage des Markit-Instituts und des Medienhauses Caixin ergab, berichtet Reuters. Eine Rolle spielte ferner die Entscheidung der chinesischen Zentralbank, den Kurs der nationalen Währung zu schwächen. Zum ersten Mal seit fast zehn Jahren kostet ein Dollar mehr als 6,5 Yuan.

    „The Financial Times“ beschreibt die Situation als „einen tiefen Katzenjammer nach Silvester“.

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    Tags:
    Börsen, Industrie, China