07:12 14 November 2019
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    Russland bricht Rekord der Gaslieferungen nach Deutschland – Gazprom-Chef

    © RIA Novosti . Ivan Rudnev
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    Im Jahresergebnis 2015 hat Gazprom den Umfang der Gasexporte nach Europa, darunter auch Deutschland, um 159,4 Milliarden Kubikmeter erhöht, was um acht Prozent mehr ist als im Jahr 2014, wie der Chef des russischen Energiekonzerns, Alexej Miller, mitteilte.

    Laut Miller sind die Gaslieferungen nach Deutschland für das Jahr 2015 um ganze 17,1 Prozent gestiegen, nach Italien um 12,6 Prozent, um 36,8 Prozent nach Frankreich, um 10,2 Prozent nach Großbritannien und 11,5 nach Österreich. 

    „Ich möchte betonen, dass im Jahr 2015 Gazprom seinen absoluten Rekord der Gaslieferungen nach Deutschland gebrochen hat — 45,3 Milliarden Kubikmeter“, betonte Miller.

    2015  habe Gazprom 159,4 Milliarden Kubikmeter in das ferne Ausland (Ausland ohne GUS) geliefert, was um acht Prozent mehr sei als im Jahr 2014.

    Im Großen und Ganzen habe sich der Export somit um 11,8 Milliarden Kubikmeter Gas erhöht, was sich mit dem jährlichen Volumen der Lieferungen in solche Länder wie Frankreich (9,7 Milliarden Kubikmeter) und Großbritannien (11,1 Milliarden Kubikmeter) vergleichen lasse. 

    „Wir sehen, dass sich dieser Trend weiter verstärkt. Die Erhöhung der Gaslieferungen um 11,8 Milliarden Kubikmeter innerhalb eines Jahres bestätigt klar die Notwendigkeit, die Gaspipeline Nord Stream 2 zu bauen“, fügte der Gazprom-Chef hinzu.

    Der russische Lieferant Gazprom und seine europäischen Partner (E.On, BASF-Tochter Wintershall, OMV, Shell, Engie) hatten sich Anfang September auf den Bau einer zweiten Gaspipeline durch die Ostsee direkt von Russland nach Deutschland abseits der instabilen Ukraine geeinigt.

    Die Jahresleistung ist mit 55 Milliarden Kubikmetern geplant.

    Das Projekt, das Deutschland zum größten Gasverteiler in Europa machen soll, stößt bei den osteuropäischen Staaten, in erster Linie bei der Ukraine, auf scharfe Kritik. Bislang nutzt die Kiewer Regierung den Transitstatus zum Verdienen und als Druckhebel gegen Russland. Laut Premier Jazenjuk könnten Kiew durch die neue Pipeline zwei Milliarden Dollar Transiteinnahmen entgehen.

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