07:36 22 August 2017
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    Volkswagen Chef Matthias Müller bei der Automesse in Detroit (USA)

    Ex-FBI-Chef hilft VW bei Schlichtung von US-Klagen

    © REUTERS/ Mark Blinch
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    Abgas-Affäre bei Volkswagen (36)
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    Der Ex-FBI-Direktor Robert Mueller wird mit der Aufgabe betraut, in mehr als 500 in den USA eingereichten Klagen gegen Volkswagen zu vermitteln, erklärte Medienberichten zufolge das kalifornische Bezirksgericht am Montag.

    Potentielle Einwände gegen Muellers Ernennung können noch bis zum 15. Januar von den Anwälten aller Beteiligten vorgebracht werden. Nach Angaben des US-Justizministeriums könnte allein eine der 500 eingereichten Klagen Volkswagen bis zu 20 Milliarden Dollar kosten.

    VW-Chef Matthias Müller hatte sich zuvor auf der Automesse in Detroit bei Kunden, Händlern und staatlichen Behörden dafür entschuldigt, was in seinem Konzern „schiefgegangen war“.

    „Wir müssen nicht nur unsere Autos reparieren“, sagte Müller bei seinem ersten Auftritt seit Beginn des Skandals in den USA. „Wir müssen unsere Glaubwürdigkeit reparieren“, so der Konzernchef.

    Der Abgas-Skandal, der für den Börsenwert der Wolfsburger Autobauer schlimme Folgen hatte, war ausgelöst worden, als in auf dem US-Markt verkauften VW-Wagen eine Software entdeckt worden war, die bei Abgastests geringere Werte zeigte. Diese Software wurde in insgesamt elf Millionen weltweit verkauften Autos installiert. Für den Rückruf der defekten Fahrzeuge rechnete VW ursprünglich mit Ausgaben in Höhe von 6,7 Milliarden Euro. Doch neuesten Erkenntnissen zufolge wird diese Summe am Ende offenbar noch größer sein.

    Bei internen Ermittlungen stellte die Wolfsburger Autofirma zudem fest, dass auch in Europa Wagen mit defekter Abgas-Software verkauft worden waren.

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    Tags:
    Volkswagen AG, FBI, Matthias Müller, USA
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