07:24 18 November 2019
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    US-Energieministerium reduziert Ölpreisprognose um 24 Prozent

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    Das US-Energieministerium EIA in Washington hat die eigene Ölpreisprognose für das Jahr 2016 um mehr als 20 Prozent gesenkt.

    Im vergangenen Jahr lagen die prognostizierten Preise für die Marke WTI im Bereich von 50,89 Dollar je Barrel und 40,15 für Brent, die jetzige Prognose lautet entsprechend 38,54 und 40,15 Dollar

    Für das Jahr 2017 sind die Erwartungen der Experten jedoch optimistischer – WTI soll durchschnittlich 47 und Brent 50 Dollar je Barrel kosten.

    Außerdem gibt EIA für dieses Jahr einen weltweiten Tagesverbrauch von 95,19 Millionen Barrel an, wobei im Dezember noch 95,22 erwartet wurden.  Für das nächste Jahr wird ein Bedarf von 96,61 Millionen Barrel geschätzt.

    Gleichzeitig erhöhte das Ministerium seine Prognosen zur weltweiten täglichen Erdölförderung von 95,79 auf 95,93 Millionen Barrel.

    In den USA wird die Erdölförderung laut EIA ungefähr um 700.000 Barrel in 2016 und um 270.000 Barrel im nächsten Jahr schrumpfen. 2015 waren es insgesamt 9,43 Millionen Barrel, im laufenden Jahr werden somit  8,73 Millionen Barrel erwartet.

    „Aufgrund der niedrigen Ölpreise wird die Ölproduktion in den USA in diesem Jahr voraussichtlich um fast 700.000 Barrel fallen. Seit 2008 ist das der erste Rückgang", heißt es im Bericht.

    Zuvor hatte The Wall Street Journal unter Berufung auf Analytiker berichtet, dass wegen der niedrigen Ölpreise die nordamerikanischen Öl- und Gaskonzerne wöchentliche Verluste in Höhe von bis zu zwei Milliarden Dollar zu verzeichnen haben.


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    Ölförderung, Ölpreis, Öl, US-Energieministerium, USA