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05:59 13 November 2019
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    „Neue Seidenstraße“: Ukrainische Züge sollen nach Asien über zwei Meere rollen

    © Sputnik / Wladimir Pesnja
    Wirtschaft
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    Transit durch drei Länder und Fähre über zwei Meere – einen solchen Umweg, der in der Ukraine stolz als „neue Seidenstraße“ bezeichnet wird, sollen künftig ukrainische Containerzüge nehmen, um nicht durch Russland nach Asien gelangen zu müssen.

    Die Ukraine verhandle nun mit Aserbaidschan und Kasachstan über einen Durchgangstarif für ihre Güterzüge, die aus einer Kleinstadt in der Region Odessa über das Schwarze Meer, Georgien, Aserbaidschan, das Kaspische Meer und Kasachstan nach China fahren sollen, teilte der ukrainische Premierminister Arseni Jazenjuk in einer Regierungssitzung am Mittwoch mit.

    Kiew suche wegen des von Russland eingeführten Transit- und Handelsembargos einen Alternativweg für  die Lieferung ukrainischer Waren in mittelasiatische Länder, erklärte er.

    Die erste Demonstrationsfahrt kündigten die ukrainischen Behörden für den 15. Januar aus der Stadt Illichivsk an.

    „Wir erwarten, dass unser erster experimenteller Zug schon demnächst die Strecke Ukraine — Georgien — Aserbaidschan – Kasachstan befahren wird. Dies würde der ukrainischen Wirtschaft einen alternativen Weg für die Lieferung von Waren an Märkte bieten, die immer ukrainisch gewesen sind.  Aber  wegen des russischen Transit- und Handelsembargos fällt es uns extrem schwer, unsere Waren zu liefern“, so Jazenjuk. 

    Die Autoren der Idee für diese Route hatten zuvor mitgeteilt, dass dies eine „neue Seidenstraße“ und eine Alternative für den Transit durch Russland sei.

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    Tags:
    Handel, Embargo, Arsenij Jazenjuk, China, Kasachstan, Aserbaidschan, Georgien, Russland, Ukraine