08:39 15 November 2019
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    EU-Staaten uneinig über Anerkennung Chinas als Marktwirtschaft

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    Wirtschaft
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    Die EU-Mitgliedsstaaten vertreten keine einheitliche Position zu einer möglichen Gewährung des Status eines Marktwirtschaftslandes an China, wie die europäische Onlinezeitung EUobserver berichtet.

    „Großbritannien, die Niederlande und nordische Länder (Finnland, Schweden und Dänemark – Anm. d. R.) stimmen einer Verleihung des Marktwirtschaftsstatus an China zu“, so EUobserver.

    Deutschland habe diese Idee im Prinzip unterstützt, aber mit Vorbehalt, Italien wiederum trete strikt dagegen auf.

    Am Mittwoch hatte die EU-Kommission diese Frage diskutiert, konnte jedoch zu keiner Einigung kommen. Auf Vorschlag dieses Gremiums sollen nun die EU und das Europaparlament eine entsprechende Entscheidung treffen. 

    Russland, Brasilien, die Schweiz, Australien und Neuseeland haben China bereits als Marktwirtschaftsland anerkannt.

    In der EU ist aber die Meinung verbreitet, dass die Verleihung dieses Status an China, welches Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) ist, die Einführung von Antidumping-Gebühren auf chinesische Waren nur erschweren würde.     

    Dies wiederum könnte zwar Europa bis zu 3,5 Millionen Arbeitsplätze kosten, der Zugang zum chinesischen Markt könne das jedoch ausgleichen.

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    Tags:
    Marktwirtschaft, EU-Kommission, WTO, EUObserver, Neuseeland, Australien, Schweiz, Brasilien, Russland, Italien, Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Niederlande, China, Europa