00:36 18 November 2019
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    Ägyptischer Polizist

    Ägypten verausgabt Dutzende Millionen für Sicherheit der Badeorte

    © REUTERS / Asmaa Waguih
    Wirtschaft
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    Ägyptens Regierung trifft zusätzliche Maßnahmen, um die Sicherheit der Touristen zu gewährleisten, und hat für diese Zwecke aus dem Etat bereits 250 Millionen Ägyptische Pfund (32 Millionen US-Dollar) zur Verfügung gestellt, gab der Tourismusminister Hisham Zaazou am Donnerstag bekannt.

    In der im Namen des Tourismusministers verbreiteten Erklärung wird hervorgehoben, dass die zusätzlichen Maßnahmen den Einkauf hochmoderner Scanner und Metalldetektoren, die Einstellung von mehr Personal zum Schutz der Touristen, die Erhöhung der Zahl der Polizeihunde, aber ebenso die Einführung eines Systems zur vollen Sicherheitskontrolle in den Hauptbadeorten am Roten Meer – Sharm El-Sheikh und Hurghada – umfassen.

    „Wir streben ständig danach, das höchste Sicherheitsniveau für die Touristen zu gewährleisten, die unser Land besuchen wollen, das ist unsere erstrangige Aufgabe“, sagte der Minister.

    Am 8. Januar waren zwei junge Männer, bewaffnet mit Kaltwaffen und einer Signalpistole, durch das Hotelrestaurant in das Hotel Bella Vista in der Stadt Hurghada eingedrungen. Die Täter bedrohten die Gäste und verletzten drei Ausländer (zwei Österreicher und einen Schweden), die dann mit Schnittwunden und Prellungen in stationäre Behandlung mussten.

    Der Vorfall in Hurghada löste Resonanz außerhalb Ägyptens sowie Absagen von Urlaubsreisen in dieses Land in mehreren Ländern Europas aus. Die ägyptischen Behörden versprachen, verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in den Badeorten zu treffen.

    Mehr zum Thema: A321-Absturz über Sinai

    Die Flüge russischer Flugzeuge nach Ägypten wurden am 6. November nach dem Terroranschlag an Bord eines russischen Airbus A321 über dem Sinai, der 224 Opfer forderte, eingestellt. Seit dem 14. November sind auch die EgyptAir-Flüge nach Russland eingestellt. Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärte, dass die zuständigen Organe beider Länder gemeinsam daran arbeiten, das Sicherheitsniveau in Ägyptens Flughäfen zu erhöhen. Sobald diese Arbeit abgeschlossen ist, will man über die Wiederaufnahme des Flugverkehrs entscheiden.

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    Tags:
    Polizei, A-321, Sinai-Halbinsel, Ägypten