10:57 15 August 2020
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    Die Ukraine hat die Durchleitungsgebühr für Gazprom um mehr als die Hälfte auf 4,5 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter und 100 Kilometer erhöht. Das teilte der ukrainische Energieminister Wladimir Demtschischin am Dienstag in Kiew mit.

    „Bislang gab es einen Transittarif, jetzt wird das ein Tarif für die Weiterleitung durch das Gastransportsystem sein.“ Dabei sagte der Minister, dass der neue Tarif bereits bestätigt wurde.

    Bislang zahlte Gazprom 2,7 Dollar pro 1.000 Kubikmeter und 100 Kilometer. Die ukrainische Seite wollte die Gebühr ursprünglich auf fünf Dollar anheben. Zudem hatte Kiew mehrmals erklärt, dass das ukrainisch-russische Abkommen über den Gastransit nach Europa auch nach seinem Ablauf 2019 verlängert wird, „weil es keine Alternative zur ukrainischen Route gibt“. Seinerseits arbeitet Gazprom am Bau von Unterwasserpipelines unter Umgehung des ukrainischen Territoriums.

    Der zwischen Gazprom und dem ukrainischen Versorger Naftogaz 2009 geschlossene Gastransitvertrag läuft 2019 aus.

     

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    Tags:
    Gastransit, Tariferhöhung, Wladimir Demtschischin, Russland, Ukraine