05:55 25 Juni 2019
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    Gaspipelines (Archivfoto)

    Kiew klagt, wenn Gazprom neue Tarife nicht zahlt

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    Wirtschaft
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    Kiew kann Gazprom vor dem Stockholmer Schiedsgericht verklagen, sollte der russische Gaskonzern den von ukrainischer Seite festgesetzten, neuen Tarif für den Gastransit nicht bezahlen. Das teilte der ukrainische Energieminister Wladimir Demtschischin gegenüber Journalisten mit.

    Die Ukraine hat für das laufende Jahr die Transitgebühren für Gazprom um mehr als das Eineinhalbfache auf 4,5 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter und 100 Kilometer erhöht. 

    „Jetzt muss Gazprom überzeugt werden, damit sie zu den neuen Prinzipien der Tarifbildung übergehen“, sagte Demtschischin.

    Er fügte außerdem hinzu, dass die von der Ukraine eingeführte neue Gebühr für den Gastransit über ihr Territorium bereits ab dem 1. Januar 2016 gültig sei.     

    Bislang zahlte Gazprom 2,7 Dollar pro 1.000 Kubikmeter und 100 Kilometer. Die ukrainische Seite wollte die Gebühr ursprünglich auf fünf Dollar anheben. Zudem hatte Kiew mehrmals erklärt, dass das ukrainisch-russische Abkommen zum Gastransit nach Europa auch nach dessen Ablauf 2019 verlängert werden müsse, „weil es keine Alternative zur ukrainischen Route gibt“. 

    Seinerseits arbeitet Gazprom am Bau von Unterwasserpipelines zur Umgehung des ukrainischen Territoriums.

    Der zwischen Gazprom und dem ukrainischen Versorger Naftogaz 2009 geschlossene Gastransitvertrag läuft 2019 aus.

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    Tags:
    Gebühren, Gastransit, Naftogaz, Gazprom, Wladimir Demtschischin, Europa, Russland, Ukraine