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    Gazprom und Naftogaz besiegeln Gastransit nach Europa (2009)

    Gazprom wehrt sich gegen Druck des ukrainischen Kartellamtes

    © RIA Novosti . Aleksey Druginin
    Wirtschaft
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    Russisch-ukrainischer Gasstreit (231)
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    Der russische Gasgigant Gazprom hat sich über Vorwürfe des ukrainischen Kartellamtes erstaunt gezeigt, die Monopolstellung beim Gastransit durch das Territorium der Ukraine missbraucht zu haben. „Somit versucht die Behörde, Gazprom unter Druck zu setzen“, erklärte Gazprom am Freitag in Moskau.

    Medienberichten zufolge habe das Antimonopolkomitee der Ukraine beschlossen, Gazprom mit 85 Milliarden Griwna (rund 3,4 Milliarden US-Dollar) zu bestrafen. Die Entscheidung rufe Befremden hervor, denn Gazprom betreibe keine Geschäftsaktivitäten auf dem Territorium der Ukraine, hieß es.

    Der Mitteilung zufolge pumpt Gazprom das für Europa bestimmte Erdgas bis zur Westgrenze Russlands. Für die Weiterleitung des Gases sei der ukrainische Versorger Naftogaz zuständig. „Gazprom wird seine Rechte und legitimen Interessen mit allen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln verteidigen“, betonte der Konzern.

    Aus der Mitteilung geht ferner hervor, dass das ukrainische Kartellamt nicht für den Gastransitvertrag zuständig ist. „Alle Streitigkeiten (aus diesem Vertrag) können ausschließlich im Stockholmer Schiedsgericht beigelegt werden“, erinnerte Gazprom.

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    Strafe, Ansprüche, Naftogaz, Gazprom, Ukraine, Russland