19:10 29 März 2017
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    Russland gehört jetzt zur IWF-Top-10

    © REUTERS/ Yuri Gripas
    Wirtschaft
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    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Quoten für aufstrebende Schwellenstaaten erhöht. Dies hat am Donnerstag der IWF mitgeteilt. Die IWF-Quoten legen das Stimmrecht der Teilnehmerländer fest. Russland, Brasilien, Indien und China werden somit erstmals in der Geschichte des Fonds zu den zehn größten IWF-Teilnehmern gehören.

    Insgesamt entfallen auf die Länder der BRICS 14,7 Prozent (zuvor waren es rund 14,2 Prozent). Die Änderungen sollen innerhalb der nächsten Wochen in Kraft treten.

    Das Volumen der IWF-Mittel wird sich im Rahmen der Reform auf 659 Milliarden Dollar vergrößern. Die größte Quote mit 16,7 Prozent (15 Prozent der Stimmen erlauben die Blockierung einer Entscheidung) verbleibt bei den USA. Russlands Quote soll nach der Erhöhung 2,73 Prozent betragen (bisher – 2,71 Prozent).

    Die vier oben genannten Länder sind Mitglieder der Gruppe BRICS, zu der außerdem auch die Republik Südafrika gehört. Gemeinsam werden sie beim Treffen wichtiger Entscheidungen des IWF künftig praktisch ein Vetorecht besitzen.

    Formal betrachtet wird diese Ländergruppe etwas unter der erforderlichen Veto-Schwelle von 15 Prozent liegen. Dennoch, so ein IWF-Experten, „wird es nicht schwer sein, das kleine Defizit an Stimmen zu ergänzen“ – durch Stimmen gleichgesinnter Länder. „Praktisch wird die BRICS ein Vetorecht bekommen“, versicherte der Gesprächspartner.

    Nach der neuen Quotenregelung soll China 6,4 Prozent erreichen, Russland und Indien bekommen je 2,7 Prozent, Brasilien 2,3 und die Republik Südafrika 0,6 Prozent. Insgesamt ergeben sich 14,7 Prozent für die BRICS-Ländergruppe im IWF. Zuweilen aber zeigen sich auch viele andere Länder mit der Gruppe solidarisch, zum Beispiel der Iran und Venezuela – selbst dann, wenn Washington und seine westlichen Partner ihre Entscheidungen durchzudrücken versuchen.

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    Tags:
    Schwellenstaaten, Quoten, BRICS, IWF, Brasilien, Indien, Russland, China
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