08:51 11 August 2020
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    Die Privatisierung der Großunternehmen Aeroflot, Rosneft und Rostelekom kann in dieser Woche befürwortet werden, berichtet am Montag die russische Zeitung „Wedomosti“.

    Bei Rosneft handelt es sich um Russlands größten Ölkonzern, bei Aeroflot um die größte nationale Fluglinie und bei Rostelekom um den größten russischen Telekommunikationsunternehmen.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am vergangenen Freitag bei einer Zusammenkunft mit der Zentralbankchefin Elvira Nabiullina, dem Finanzminister Anton Siluanow und seinem Berater Andrej Beloussow gesagt,  dass er in dieser Woche mit der Regierung diese Privatisierungsfragen erörtern werde, darunter die Privatisierungspläne für dieses Jahr.

    „Im Etat ist kein Geld vorhanden und die Einnahmen aus dem Export von Energieressourcen nehmen ab. Darum wird alles verkauft werden“, so die Zeitung unter Berufung auf eine Quelle im Ministerium für Wirtschaftsentwicklung der Russischen Föderation. „Unter den wahrscheinlichen Aktiva zum Verkauf befinden sich die staatlichen Aktienpakete der Unternehmen Rostelekom, Transneft, Aeroflot, Rosneft, Sowkomflot und einiger anderer.“

    Im vergangenen Dezember hatte der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew erklärt, er betrachte die Unternehmen Rosneft, Aeroflot und Sowkomflot als für eine Privatisierung bereit.  Zudem gab er an, das Ministerium rechne mit Einnahmen von einer Billion Rubel innerhalb von zwei Jahren durch die Privatisierung.

    Im Januar erwiderte der erste Vizepremier Igor Schuwalow am Rande des Gaidar-Forums, einem alljährlichen Wirtschaftsforum in Moskau, auf die Frage, ob in diesem Jahr bei den größten Banken Privatisierungen vorgesehen seien, dass „wir einen noch ambitiöseren Privatisierungsplan erwägen“.

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    Tags:
    Privatisierung, Gaidar-Forum, Transneft, Rostelekom, Sowkomflot, Aeroflot, Rosneft, Igor Schuwalow, Wladimir Putin, Elwira Nabiullina, Russland