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06:11 22 September 2019
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    Migranten in Griechenland

    Oxfam-Bericht: Syrien-Hilfe vieler Länder bleibt unter deren Möglichkeiten

    © REUTERS / Darrin Zammit Lupi
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    Situation in Syrien (2016) (851)
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    Eine Reihe derer Länder, die an dem Syrien-Konflikt beteiligt sind, erweisen den syrischen Flüchtlingen nur unzureichend Hilfe, teilt in ihrem Bericht die nichtkommerzielle Hilfsorganisation Oxfam mit, deren Tätigkeit dem Kampf gegen Armut gewidmet ist.

    Wie die Agentur Reuters anmerkt, nennt Oxfam darunter Russland, Saudi-Arabien und Frankreich, die ihren Angaben zufolge eine bedeutend geringere Summe bereitgestellt haben, als nach dem Niveau ihrer Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft ihr sogenannter „gerechter Anteil“ hätte betragen sollen. Im Jahr 2015 hat die Weltgemeinschaft nur 56,5 Prozent der eigentlich als erforderlich angenommenen 8,9 Milliarden US-Dollar spenden können.

    Im Oxfam-Bericht heißt es, Russland habe lediglich ein Prozent seines „gerechten Anteils“ gespendet und sich nicht an der Aufnahme syrischer Flüchtlinge beteiligt. Die Länder am Persischen Golf seien ebenfalls nicht in das Programm zur Flüchtlingsaufteilung integriert, weil sie die entsprechende Konvention der Vereinten Nationen nicht unterzeichnet haben. Saudi-Arabien habe seine Verpflichtungen zu 28 Prozent erfüllt.

    Die französischen Behörden konnten 45 Prozent ihres möglichen Anteils erfüllen und haben im  Jahr 2015 auf ihrem Territorium 5.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen. Die USA haben ihre Verpflichtungen zu 76 Prozent erfüllt und sich dazu verpflichtet, bis Mai 2020 mindestens 10.000 Flüchtlinge aufzunehmen. Die Briten haben zugestimmt, 20.000 Flüchtlinge aufzunehmen.

    Manche Länder waren dagegen großzügig und haben das Volumen der von ihnen geforderten Hilfe übertroffen: Dänemark gab 318 Prozent des von ihm erwarteten Anteils, Norwegen 385 Prozent, Großbritannien 237 Prozent. Kanada, Norwegen und Deutschland haben sich bereiterklärt, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, als es von ihnen gefordert worden wäre.

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    Tags:
    Migranten, Oxfam, Deutschland, Frankreich, Saudi-Arabien, Russland