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04:29 15 Oktober 2019
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    Nach Sanktionsende: Teheran kann wieder über 100 Milliarden Dollar Aktiva verfügen

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    Wirtschaft
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    Der Iran hat nach der Aufhebung der gegen das Land verhängten Sanktionen den Zugang zu seinen zuvor eingefrorenen Aktiva von mehr als 100 Milliarden US-Dollar bekommen, wie der iranische Regierungssprecher Mohammad Bagher Nobakht in einem Interview für den iranischen TV-Sender Al Alam sagte.

    Laut der Agentur ISNA war der größte Teil der aus dem Verkauf von iranischem Öl erwirtschafteten Mittel in den vergangenen Jahren auf Konten der Banken Chinas, Indiens, Japans, Südkoreas und der Türkei gelangt.    

    Diese Staaten hätten die Mittel im Zusammenhang mit den Sanktionen gegen den Iran eingefroren. 

    Nur ausländische Banken hätten  Geld an Teheran überweisen können, was aber nicht gegangen sei, weil der Iran vom Swift-System für internationale Finanz-Transaktionen abgeschnitten worden sei. 

    Der Agentur zufolge können sich am Montag neun iranische Banken wieder dem Swift-System anschließen. Ein Teil dieser Mittel kehre aber nicht in den Iran zurück, weil die Behörden begreifen würden, dass ein plötzlicher Zustrom einer derartigen Geldsumme zu einem Wachstum der Inflation führen würde.   

    Der Iran wurde am 16. Januar von den meisten der gegen das Land verhängten Sanktionen erlöst. An jenem Tag hatte die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) ihren Bericht vorgelegt, in dem sie die Bereitschaft der Behörden des Irans bekräftigte, das Atompotenzial des Landes wesentlich zu verringern. Später bestätigten die EU und die USA die Aufhebung ihrer mit dem iranischen Atomprogramm verbundenen Wirtschaftssanktionen.

    Die Aufhebung der gegen den Iran verhängten Sanktionen öffnete dem Land erneut den Zugang zum internationalen Bankensystem, was es Teheran nun erlaubt, ihm früher unzugängliche Waren im Ausland einzukaufen, wie zum Beispiel Flugzeuge, Fahrzeuge, Industrieausrüstungen und Medikamente.

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    Tags:
    Aktiva, Aufhebung, Sanktionen, ISNA, TV-Sender Al Alam, IAEA (IAEO), EU, Mohammad Bagher Nobakht, Türkei, Japan, Indien, Südkorea, Iran, USA, China