02:54 26 Januar 2020
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    Die russische Zentralbank hat nach eigener Darstellung die Deutsche Bank bereits 2014 auf verdächtigte Geschäfte aufmerksam gemacht, die inzwischen Gegenstand von Ermittlungen geworden sind, wie die Agentur Reuters meldet.

    „Es wurden gewisse Vorgänge registriert. Wir haben das der Deutschen Bank mitgeteilt. Sie haben es an ihr Compliance-Team übergeben. Und damit fing alles an", wird Dmitri Skobelkin, Vize-Gouverneur der Notenbank, von der Agentur zitiert. Die Untersuchungen seien inzwischen eingestellt worden. Eine Stellungnahme der Deutschen Bank sei zunächst nicht zu erhalten gewesen.

    Die russischen Behörden vermuten, dass Mitarbeiter der Deutschen Bank Kunden geholfen haben, in Russland für Rubel gekaufte Aktien in Großbritannien weiterzuverkaufen. Auf diese Weise könnten rund sechs Milliarden Dollar zweifelhaften Ursprungs ins Ausland überführt worden sein.

    Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Dezember von einer mit der Sache vertrauten Person erfahren, dass Bankkunden Rubel-Schwarzgeld in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Dollar gewaschen haben sollen.

    Gegründet 1870, ist die Deutsche Bank nach ihren Aktiva die größte Bank des Landes. In Russland ist sie seit 1881 tätig.

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    Geldwäsche, Deutsche Bank, Russlands Zentralbank, Deutschland, Russland