17:07 17 Januar 2020
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    In einem offenen Brief hat der Verbandsrat des Sächsischen Landesbauernverbandes die Landesregierung in Dresden um finanzielle Hilfe gebeten. Dem Brief zufolge betragen die Gesamtverluste der deutschen Bauern wegen des russischen Lebensmittelembargos mehr als 300 Millionen Euro.

    „Angebot und Nachfrage können sich nicht mehr angleichen. Allein der Verlust des russischen Marktes infolge des Lebensmittelembargos bedeutet für uns Milcherzeuger einen Erlösrückgang von vier Cent je Kilogramm Milch“, zitiert die Seite Top Agrar einen Auszug aus dem Brief.

    Dazu seien die gesamtdeutschen landwirtschaftlichen Exporte nach Russland in den Zeiträumen von Januar bis August 2014 gegenüber dem Vorjahr „bei Käse von 94 Mio. Euro und bei Fleisch von 224 Mio. Euro vollständig verloren gegangen“.

    Die Erschließung von alternativen Exportmärkten sei dabei bis heute ausgeblieben.

    „Hier sehen wir die Politik in der Pflicht. Es kann nicht sein, dass ein politischer Konflikt auf dem Rücken von uns Bauern ausgetragen wird“, geht aus dem Brief hervor.

    Deshalb sei eine „entsprechende unbürokratische Entschädigung“ dringend notwendig, um „unsere Milchvieh und Schweine haltenden Betriebe“ zu unterstützen.

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    Tags:
    Sanktionen, Embargo, Landwirtschaft, Sachsen, Deutschland