20:16 26 September 2017
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    Energiemarkt: Gazprom und österreichische OMV tauschen Assets aus

    © AFP 2017/ Alexander Nemenov
    Wirtschaft
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    Der österreichische Öl- und Gasproduzent OMV hat geplant, bis 2017 einen Asset-Tausch mit dem russischen Gas-Giganten Gazprom zu vollziehen.

    Dadurch erhält der österreichische Konzern 24,98 Prozent an den Blöcken 4A und 5A der Achimov-Formation des Urengoj-Erdöl- und Erdgaskondensat-Felds in Westsibirien. Im Gegenzug soll Gazprom vermögensgleiche Anteile an OMV-Aktiva bekommen.

    „Den Tausch planen wir so, dass die Aktiva sich gänzlich decken. Wenn nach der Bewertung noch eine kleine Differenz entsteht, dann kann man diese Zahl einfach vernachlässigen“, sagte der Konzernchef Rainer Seele bei der Vorstellung der neuen Unternehmensstrategie.

    Für die Erschließung des Urengoj-Feldes und den Bau der Gasleitung Nord Stream 2 veranschlage das Unternehmen bis 2020 nicht mehr als fünf bis zehn Prozent seiner Investitionsmittel, so Seele weiter.

    Nach vier Jahren werde die OMV in Russland bis zu 50.000 Barrel Öläquivalent pro Tag fördern können, so der Unternehmenschef. Bis 2020 setze sich der österreichische Öl- und Gaskonzern das Ziel, die tägliche Förderrate bei mindestens 300.000 Barrel zu halten.

    Infografik: Nord Stream: Nach Europa durch die Ostsee

    „Eine Erhöhung um 20 Prozent ist möglich, wenn es uns gelingt, den Asset-Tausch mit Gazprom zu realisieren, und die Produktion in Libyen wiederaufgenommen wird. In einer solchen Situation steigt die Förderung auf 360.000 Barrel pro Tag“, sagte Seele.

    Zuvor hatte der Konzernchef geäußert, dass die OMV bis zum Sommer eine Liste von Aktiva auszuarbeiten plane, die Gazprom angeboten werden könnten. Dabei betonte er, dass es ausschließlich um Anteile an Tochterfirmen der OMV gehe – nicht um eine direkte Beteiligung von Gazprom am Kapital des österreichischen Konzerns.

    Medienberichten zufolge könnte Gazprom durch den Tausch Anteile an den Erdölraffinerien in Schwechat bei Wien und im bayerischen Burghausen erhalten.

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    Tags:
    Nord Stream 2, OMV, Gazprom, Österreich, Russland
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