15:35 28 September 2016
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Russischer Öltanker „Mechanik Tschebotarjow“

Griechen bieten Russland neue Handelsroute für Umgehung der Türkei an

© REUTERS/ Hani Amara
Wirtschaft
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Während sich die Spannungen zwischen Moskau und Ankara verschärfen, bietet Griechenland seinen Hafen Alexandroupolis an, damit Russland seine Waren abseits der Türkei auf dem Seeweg transportieren kann.

Trotz westlicher Sanktionen gegen die Krim haben Vertreter der Industrie- und Handelskammer der griechischen Präfektur Evros mit der Stadtleitung von Simferopol, Hauptstadt der russischen Schwarzmeerhalbinsel, ein Kooperationsabkommen geschlossen.

„Wir könnten in vielen Bereichen zusammenarbeiten“, kommentierte der Bürgermeister von Alexandroupolis, Evangelos Lambakis. In seiner Stadt befinde sich „einer der größten Häfen, der einen Warenaustausch unter Umgehung der Dardanellen und des Bosporus ermöglicht“.

Die EU-Sanktionen gegen die Krim sieht Lambakis nicht als Hindernis. Die EU sollte ihren eigenen Problemen mehr Aufmerksamkeit schenken, sagte der griechische Politiker. „Wer sich den aktuellen Zustand Europas ansieht, der hört die europäischen Grundlagen in allen Fugen krachen.“

Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara hatten sich drastisch verschlechtert, nachdem am 24. November 2015 an der syrischen Grenze ein russischer Bomber Su-24 von einem türkischen Kampfjet F-16 abgeschossen worden war. Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete das als „Stoß in den Rücken durch Helfershelfer der Terroristen“ und unterzeichnete einen Erlass über die Gewährleistung der nationalen Sicherheit und besondere wirtschaftliche Maßnahmen in Bezug auf Ankara.

Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkernug der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war ein nationalistisch geprägter Staatsstreich in Kiew.

Die neue ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an. Westliche Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung in Kiew akzeptiert, jedoch nicht das Krim-Referendum. Nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland verhängten die USA und — auf ihr Drängen hin — die EU Sanktionen gegen Russland und die Krim. Dadurch sind unter anderem Warenexporte- und Importe betroffen.

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