03:40 06 August 2020
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    Die USA wollen die Geschäftswelt davon abhalten, mit Russland wieder zum „Business as usual“ überzugehen, wie das US-Außenministerium gegenüber RIA Novosti mitteilte. Damit bestätigte die Behörde Medienberichte, laut denen die US-Regierung die größten amerikanischen Banken vor Deals mit russischen Staatsanleihen gewarnt hatte.

    „Wir machen den US-Unternehmen klar, dass wir der Meinung sind, dass eine Rückkehr zum üblichen Geschäft mit Russland Risiken sowohl für die Wirtschaft als auch für den Ruf mit sich bringt“, sagte ein Vertreter des US-Außenministeriums. Das sei ein Teil der Gesamtstrategie, die „Sanktionen, einschränkende Maßnahmen sowie Reduzierung der diplomatischen Beziehungen vorsieht“. Das Ziel sei es, Russland dazu zu zwingen, die Minsker Abkommen zur Ukraine-Krise einzuhalten und wieder auf die Krim zu verzichten.

    „Neben einer rechtlichen Beurteilung, die die Firmen abgeben müssen, um sicherzustellen, dass die wegen der Situation in der Ukraine eingeführten US-Sanktionen nicht verletzt werden, ist es ebenfalls von Bedeutung, dass Privatunternehmer in den USA, der EU und der ganzen Welt begreifen, dass der russische Markt ein hohes Risiko in sich birgt, solange Russland durch seine Handlungen die Ukraine destabilisiert“, schloss der Vertreter des US-Außenministeriums.

    Früher hatte die US-Regierung dem Wall Street Journal mitgeteilt, dass man bemüht sei, die größten US-Banken vom Kauf der russischen Staatsanleihen abzuhalten.

    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 eine militärische Operation gegen die selbsternannten Volksrepubliken Lugansk und Donezk eingeleitet. Nach UN-Angaben hat der Konflikt bereits mehr als 9.000 Menschenleben gefordert.

    Die Beilegung des Donbass-Konflikts wurde im Rahmen der Verhandlungsrunden der Kontaktgruppe in Minsk besprochen, die seit September 2014 drei Dokumente beschlossen hat. Diese Regeln das Vorgehen zur Deeskalation des Konfliktes und sollen unter anderem einen Waffenstilstand erreichen.

    Moskau hatte bereits mehrfach erklärt, dass es am Konflikt im Süd-Osten der Ukraine nicht beteiligt sei, weder Militärtechnik noch Munition an die Volksmiliz liefere, sich dabei auf keine Seite stelle und daran interessiert sei, dass die Ukraine diese politische und wirtschaftliche Krise überwindet.

     

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    US-Außenministerium, USA, Russland