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08:13 18 Oktober 2019
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    Der russischen Nationalen Technologischen Forschungsuniversität „Moskauer Hochschule für Stahl und Legierungen“ (MISiS)

    MISiS-Forscher erfinden neue Methode zum Bau einer „Atombatterie“

    © Foto : Press service MISiS
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    Experten der russischen Nationalen Technologischen Forschungsuniversität „Moskauer Hochschule für Stahl und Legierungen“ (MISiS) haben eine neue Technologie zur Produktion von „Atombatterien“ auf Basis des radioaktiven Isopots Nickel-63 entwickelt.

    Diese Batterien könnten laut dem Pressedienst der Universität auf ganz verschiedenen Gebieten eingesetzt werden – von der Medizin bis zur Weltraumforschung.

    Dank seiner Eigenschaften ist das Nickel-63 für kleine, sichere und relativ schwache so genannte Betavoltaik-Batterien geeignet, die mehr als 50 Jahre lang betrieben werden können. Sie können unter anderem für die Entwicklung von Herzschrittmachern und Langzeit-Akkus für Weltraumsatelliten verwendet werden. Nickel-63 gibt es in der Natur nicht – der Stoff entsteht bei der Neutronen-Bestrahlung des Nickel-62-Isotops in einem Atomreaktor bei weiterer radiochemischer Bearbeitung mit der Spaltung in Gaszentrifugen.

    Atombatterien
    © Foto : Press service MISiS
    Atombatterien

    Die MISiS-Forscher mit dem Leiter des Lehrstuhls für Halbleiter- und Nichtleiter-Stoffkunde, Professor Juri Parchomenko, an der Spitze haben eine Technologie zur Umwandlung der Betastrahlungsenergie des Nickels-63 in Strom auf Basis von Piezokristallen erfunden, der in autonomen Betavoltaik-Batterien eingesetzt werden kann.

    „Die Anwendung von Impuls-Stromquellen gestattet es, die Beschränkungen zu überwinden, die auf die geringe Stärke von Betavoltaik- und Atombatterien zurückzuführen sind“, wird Parchomenko in der Mitteilung zitiert.

    Produktion von „Atombatterien“ auf Basis des radioaktiven Isopots Nickel-63
    © Foto : Press service MISiS
    Produktion von „Atombatterien“ auf Basis des radioaktiven Isopots Nickel-63

    In Russland wird bereits ein Projekt zur Entwicklung von Stromquellen auf Basis von Nickel-63 umgesetzt. Daran sind mehrere Organisationen beteiligt, vor allem der dem Konzern Rosatom gehörende Bergbau- und Chemiebetrieb in Schelesnogorsk (Region Krasnojarsk). Früher war mitgeteilt worden, dass Nickel-63 für dieses Projekt im Forschungsmeiler IRT-T bei der Tomsker Polytechnischen Universität hergestellt werden könnte. Für den Bau der Produktionsanlagen für die Nickelanreicherung ist ein weiterer Rosatom-Betrieb zuständig: der Elektrochemie-Betrieb in Selenogorsk (Region Krasnojarsk).

    2017 soll im Rahmen dieses Projekts der erste Prototyp der „Atombatterie“ hergestellt werden.

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    Tags:
    Atombatterien, Nickel-63, MISIS