14:35 26 September 2017
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    Türkei: Russische Sanktionen lassen Schuldenberge der Banken wachsen

    © Flickr/ Jorge Franganillo
    Wirtschaft
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    Vor dem Hintergrund der von Russland verhängten Sanktionen und ausbleibenden Touristen leidet die türkische Wirtschaft unter neuen Verluste, wie Bloomberg unter Berufung auf die Agentur für Bankenregulierung und -aufsicht der Türkei berichtet. Zusätzlich lasse die Unfähigkeit der Bürger, ihre Kredite zurückzuzahlen, den Druck auf Banken wachsen.

    Der Agentur zufolge spitzt sich die Situation im türkischen Bankensektor weiter zu: Der Anteil der nicht zurückgezahlten Kredite sei auf 3,18 Prozent gestiegen, den seit fünf Jahren höchsten Stand. 

    Gründe für die neuen wirtschaftlichen Schwierigkeiten Türkei seien der durch die russischen Sanktionen verursachte Schaden, die Abwertung der nationalen Währung sowie politische Instabilität, die eine wesentliche Reduzierung der Touristenzahlen nach sich gezogen hätten, so Bloomberg. 

    Allein in den ersten zwei Monaten 2016 sei der Wert der überfälligen Kredite in der Türkei um 60 Prozent, um 514 Millionen US-Dollar, gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum angestiegen. Dieser Zuwachs werde sich negativ auf den Gesamtzustand der Bankenindustrie des Landes auswirken.

    „Diese Tendenz wird sich weiter entwickeln. Ich kann nicht sagen, dass die Situation außer Kontrolle geriet. Aber die russischen Sanktionen, der Schlag auf die Touristikbranche und die Abwertung der nationalen Währung werden den Unternehmenssektor schädigen“, zitiert die Agentur Apostolos Bantis, Analytiker bei der Commerzbank. 

    Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei stecken seit dem Abschuss des russischen Kampfjets durch ein türkisches Jagdflugzeug am 24. November in einer tiefgreifenden Krise. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte nach dem Abschuss einen „Erlass über die Gewährleistung der nationalen Sicherheit und besondere Wirtschaftsmaßnahmen gegen die Türkei“ unterzeichnet.

    Tags:
    Sanktionen, Rückgang, Tourismus, Bankensektor, Commerzbank, Bloomberg, Apostolos Bantis, Russland, Türkei
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