10:12 05 April 2020
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    Die ukrainische Regierung macht Ausverkauf: In diesem Jahr sollen 450 Staatsunternehmen privatisiert werden. Weil es keine Nachfrage nach den noch in der Sowjetunion geschaffenen Unternehmen gibt, bietet Kiew Rabatte von bis zu 60 Prozent an. Nach dem Aussetzen der IWF-Finanzierung mangelt es Kiew offenbar extrem an Geld.

    Präsident Petro Poroschenko inspiziert seine Armee
    © Foto : Ukrainian Presidential Press Service / Mikhail Palinchak
    Der Fonds für Staatsvermögen der Ukraine (FGI) hat angekündigt, im März die Staatsanteile an 22 Staatsbetrieben wie etwa das Funkgerätewerk Tschernihiw für 40 Prozent des Marktwertes privaten Investoren anzubieten. Weitere neun Unternehmen, darunter das Maschinenwerk Artjomowsk sollen mit einem 50-Prozent-Rabatt unter den Hammer gehen.

    Diese Firmen stehen bereits seit langem auf der Verkaufsliste. Weil sich bisher keine Interessenten meldeten, musste der Preis drastisch reduziert werden. „All diese Aktienpakete wurden bereits mehr als zehnmal angeboten, jedoch fanden sich bislang keine Käufer“, teilte FGI offiziell mit.

    Von der Massenprivatisierung verspricht sich die ukrainische Regierung Einnahmen von einer Milliarde US-Dollar. Die Staatsreserven des finanziell angeschlagenen Landes betragen jetzt rund 13,5 Milliarden US-Dollar.

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