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    Größte Investoren leiden unter Situation an Rohstoffmärkten

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    Wirtschaft
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    Rettungsanker in der Ölkrise (90)
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    Das Vermögen der 400 reichsten Menschen unseres Planeten ist um 19 Milliarden US-Dollar geschrumpft, wie die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ in ihrem Milliardärs-Index nachgerechnet hat.

    Grund dafür seien die gefallenen Rohstoffpreise und die von China ausgehenden Schwächesignale. Der Vermögensrückgang sei dabei der erste seit dem Beginn der Erhebungen in 2012: „Das Überangebot an Öl, der schleppende Konsum und China, welches wie eine Schüssel zerbrochen ist und die Rohstoffmärkte nach sich gezogen hat, das alles hat die Anleger verschreckt“, betont der US-Milliardär Ken Fisher, Gründer des Vermögensverwalters Fisher Investments mit einem Portfolio im Wert von 65 Milliarden US-Dollar.

    Die Top-400-Milliardäre haben laut Angaben vom vergangenen Dezember über ein Gesamtvermögen von 3,9 Billionen US-Dollar verfügt, schreibt Bloomberg. Das sei mehr als das Bruttoinlandsprodukt einer Industrienation mit Ausnahme der USA, Chinas und Japans.

    An der Spitze der 400 Reichsten stehe, wie auch im letzten Jahr, der Microsoft-Gründer Bill Gates. Sein Vermögen werde auf 83,6 Milliarden Dollar geschätzt. Drei Milliarden habe er im Vergleich zum Vorjahr jedoch einbüßen müssen, schreibt die Nachrichtenagentur.

    Die größten Verluste unter den Milliardären, deren Vermögen der Index berücksichtige, habe der mexikanische Telekommunikationsmogul Carlos Slim erlitten. Er habe sich mit dem fünften Platz zufriedengeben müssen, obwohl er zuvor an der Spitze der Superreichen gestanden habe. Die Aktien seines Konzerns, America Movil SAB, seien im vergangenen Jahr um ein Viertel eingebrochen. Nach dem Stand vom 28. Dezember 2015 belaufe sich Slims Vermögen daher auf schlappe 53 Milliarden US-Dollar.

    Ölgewinnung
    © REUTERS / Lucy Nicholson/Files

    Der Drittreichste der Welt sei in diesem Jahr der US-Starinvestor Warren Buffett geworden – und das nach einem Verlust von 11,3 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr. Buffetts aktueller Kontostand: 62,5 Milliarden. Erstmalig seit 2011 habe Buffets Investmentgesellschaft „Berkshire Hathaway“ das Jahr mit Verlust geschlossen.

    Doch nicht alle Top-Reichen müssen durch eine Pechsträhne. Der Spanische Milliardär Amancio Ortega – Besitzer des europäischen Textil-Riesen „Inditex“ – habe sein Vermögen im letzten Jahr um 12,1 Milliarden US-Dollar auf 73,2 Milliarden vermehrt. Damit sei ihm der zweite Platz im Superreichen-Index zwar sicher, sein Reichtum sei jedoch nicht so schnell gewachsen, wie der von Jeff Bezos.

    Der Amazon-Chef habe sein Kapital mit einem Zuwachs von 30,7 Milliarden fast verdoppelt: Mit 59,3 Milliarden Privatvermögen liegt er auf Platz vier der Bloomberg-Liste.

    Nach Angaben vom Januar letzten Jahres seien auch, so die Nachrichtenagentur, 23 chinesische Staatsbürger mit einem Gesamtvermögen von 205 Milliarden US-Dollar unter den reichsten Menschen der Welt. Im Mai indes seien es bereits 31 Chinesen gewesen, wobei das Vermögen auf 348 Milliarden angestiegen sei. Ende letzten Dezembers seien jedoch nur 28 chinesische Milliardäre mit insgesamt 256 Milliarden US-Dollar gezählt worden – auf Jahressicht immerhin ein Anstieg von 51 Milliarden Dollar.

    Die wachsenden chinesischen Aktienmärkte hätten auch eine Zunahme bei den Milliardären nach sich gezogen. Die im letzten Juli begonnene Talfahrt habe diese Zahl indessen nach unten korrigiert. Von den 50 in der ersten Jahreshälfte 2015 aufgekommenen Milliardären hätten sich nur 19 auf dem Niveau halten können, so Bloomberg.

    Unter den 400 Milliardären seien auch 19 Russen. Ihr Vermögen sei 2015 um acht Milliarden Dollar zurückgegangen – fast nichts im Vergleich zu den 55 Milliarden US-Dollar Verlust in 2014 nach der Verhängung der Anti-Russland-Sanktionen durch den Westen wegen der Situation um die Ukraine.

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    Themen:
    Rettungsanker in der Ölkrise (90)
    Tags:
    Rohstoffe, China