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    Credit Suisse prognostiziert Wachstum von Ölpreisen auf 50 US-Dollar bis Mai

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    Wirtschaft
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    Die Credit Suisse Group AG erwartet im Jahr 2016 eine wachsende Nachfrage nach Öl, äußerte der Wirtschaftsexperte des weltweit führenden Finanzdienstleisters Ian Stuart.

    „Wenn es in der Weltwirtschaft keine Rezession gibt, prognostizieren wir für 2016 eine mäßig wachsende Nachfrage nach Öl“, zitierte Bloomberg den Experten. 

    Dabei hält Stuart die Gefahr eines Wirtschaftsrückgangs für übertrieben. Der Analytiker prognostiziert einen Zuwachs der Ölpreise auf 50 US-Dollar pro Barrel bis Mai 2016. 

    Trotz der negativen Faktoren, zu denen unter anderem der warme Winter, ein Rückgang in den Gewinnungsbranchen sowie die Schwäche sich entwickelnder Wirtschaftssysteme wie Russland und Brasilien gehören, sei die Nachfrage im Anstieg, so Stuart. 

    Ihm zufolge ist die Stabilisierung der Nachfrage auf den Wiederaufbau der Wirtschaften Nordamerikas und Europas sowie langfristige Tendenzen auf den sich entwickelnden Märkten zurückzuführen. 

    Die Ölnachfrage hänge nicht mit den Belangen der Industrieproduktion, sondern mit der aktiven Nutzung des Personenverkehrs in den Entwicklungsländern zusammen, sagte der Experte. Dadurch werde die Ölnachfrage den Zuwachs der Industrieproduktion übertreffen.

    Die Ölpreise waren zwischen Mitte 2014 bis Ende 2015 um bis zu 70 Prozent eingebrochen. Zwischenzeitlich erholten sie sich wieder etwas. Ein Ende des langjährigen Preistiefs sehen viele Beobachter aber noch nicht.

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    Tags:
    Anstieg, Nachfrage, Ölpreis, Credit Suisse Group AG, Ian Stuart, Europa, Nordamerika, Brasilien, Russland