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10:44 18 Juli 2019
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    Christoph Leitl, Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer

    Wirtschaftsraum-Update: Österreich will in Moskau an „Lissabon-Wladiwostok“ erinnern

    © AP Photo / Ronald Zak
    Wirtschaft
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    Östliches Wirtschaftsforum 2016 (12)
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    Die Sanktionen gegen Russland sind unsinnig, wie der Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, laut dem „Wirtschaftsblatt“ in einem Gespräch mit APA mitteilte.

    Leitl will eine Reise mit Bundespräsident Heinz Fischer kommende Woche nach Moskau nutzen, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin einmal mehr über die Schaffung der „Freihandelszone über den ganzen Kontinent, von Lissabon bis Wladiwostok" zu besprechen. 

    Wenn ein Arzt zwei Jahre lang ein Medikament erfolglos anwendet, dann müsse er die Therapie überdenken, so Leitl, nach ebendiesem Prinzip das Ende der Sanktionen fordert. Man dpürfe nicht vergessen, dass man Russland immer wieder als Partner brauche.

    Das Land habe "im Iran eine konstruktive Rolle gespielt und sich in Syrien positiv eingebracht". Es sei schade, dass in Europa immer noch "einige glauben, nur mit Drohgebärden Politik machen zu können".

    Leitl will Putin erklären, dass eine solche Freihandelszone für ganz Europa vorteilhaft wäre, weil es „Europa im globalen Wettbewerb gegenüber anderen Kontinenten unheimlich stärken" würde. Außerdem schaffe gemeinsame wirtschaftliche Aktivität Vertrauen, „damit könnten auch die Voraussetzungen besser werden, dass man sich nicht voneinander abgrenzt, sondern in einen Dialog kommt", so Leitl.

    „Diese Punkte möchte ich dem russischen Präsidenten sagen. Ich warte auf sein Echo", sagte Leitl. 

     

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    Tags:
    Freihandelszone, Wladimir Putin, Christoph Leitl, Syrien, Iran, Wladiwostok, Lissabon, Russland, Österreich